(P: München), Freitag (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl!
Voraussichtlich kommen wir morgen schon gegen 3 h heim. Dann lassen wir es also wie ausgemacht. Andernfalls rufe bitte abends an.
Herzl. Grüße auch an Mutter Deine Elisabeth.

Riccione, Dienstag (Brief) KAH in München

Riccione, den 16. 8. 1938
Mein inniggeliebter Karl!
Vielen herzlichen Dank für Deine lb. Briefe. Ich freue mich so sehr, daß es mit Deiner Arbeit vorwärts geht, da bist Du wenigstens in dieser Beziehung ruhig und zufrieden. Mein lieber Karl, um mich brauchst Du keine Angst zu haben, für mich gibt es nur einen Mann, und das bist und bleibst Du allein. Wenn Du in allem so sicher sein könntest, so dürftest Du froh sein. Du mußt immer wissen, ohne Liebe nehme ich keinen Mann, und diese kann ich nie mehr für einen anderen Mann aufbringen als für Dich. Gerade aus diesem Grund bin ich aber auch so anspruchsvoll an Dich, weil ich von Dir mehr erwarte als von jedem anderen Menschen. Du bist mein Ideal und das mußt Du mir in jeder Weise vertreten. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Du mich oft so verschroben hälst [sic] und warum ich bei Dir so überempfindlich bin.
Hier ist keine Spur von kalt und regnerisch, im Gegenteil sehr warm. Das Wasser ist herrlich, ich bade jetzt wieder feste. Auch Richardi geht viel und gern ins Wasser. Heute Nachmittag waren wir drei in Ravenna, mit dem Autobus. Diesmal war die Reihe an mir, enttäuscht zu sein. Es hat zwar schöne Bauten und Kirchen, aber als Stadtbild ist es gar nicht besonders. Das stellte ich mir viel schöner vor. Außerdem war es dort fürchterlich heiß. Ich gehe immer früh, 9 – ½10 h ins Bett und stehe so 7 – ½ 8 h auf. Bis jetzt habe ich noch kein Schlafmittel gebraucht, doch fürchte ich, daß es nicht mehr lange ohne das geht. Auf jeden Fall möchte ich aber ausgeruht und mit frischen Kräften zu Dir kommen.
Noch etwas muß ich Dir erzählen. Eine Italienerin, die mit mir in England im Institut war, ist auch hier im Hotel. Das war ein nettes Zusammentreffen. Sie bleibt noch 5 Tage. Meine Telefonnummer ist jetzt: Riccione, 330. Wie steht sonst alles? An Sepp schreibe ich heute auch noch. Sage Mama nicht genau, wie viel Briefe ich Dir schreibe, sonst jammert sie über das Geld.
Nun mein lieber, lieber Karl lebe recht wohl immer bleibe ich nur für Dich allein Deine treue Elisabeth.
Das mit den Stoffen stimmt schon.

Riccione, Dienstag (Brief) KAH in München

Riccione, den 16. 8. 1938
Mein inniggeliebter Karl!
Vielen herzlichen Dank für Deine lb. Briefe. Ich freue mich so sehr, daß es mit Deiner Arbeit vorwärts geht, da bist Du wenigstens in dieser Beziehung ruhig und zufrieden. Mein lieber Karl, um mich brauchst Du keine Angst zu haben, für mich gibt es nur einen Mann, und das bist und bleibst Du allein. Wenn Du in allem so sicher sein könntest, so dürftest Du froh sein. Du mußt immer wissen, ohne Liebe nehme ich keinen Mann, und diese kann ich nie mehr für einen anderen Mann aufbringen als für Dich. Gerade aus diesem Grund bin ich aber auch so anspruchsvoll an Dich, weil ich von Dir mehr erwarte als von jedem anderen Menschen. Du bist mein Ideal und das mußt Du mir in jeder Weise vertreten. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Du mich oft so verschroben hälst [sic] und warum ich bei Dir so überempfindlich bin.
Hier ist keine Spur von kalt und regnerisch, im Gegenteil sehr warm. Das Wasser ist herrlich, ich bade jetzt wieder feste. Auch Richardi geht viel und gern ins Wasser. Heute Nachmittag waren wir drei in Ravenna, mit dem Autobus. Diesmal war die Reihe an mir, enttäuscht zu sein. Es hat zwar schöne Bauten und Kirchen, aber als Stadtbild ist es gar nicht besonders. Das stellte ich mir viel schöner vor. Außerdem war es dort fürchterlich heiß. Ich gehe immer früh, 9 – ½10 h ins Bett und stehe so 7 – ½ 8 h auf. Bis jetzt habe ich noch kein Schlafmittel gebraucht, doch fürchte ich, daß es nicht mehr lange ohne das geht. Auf jeden Fall möchte ich aber ausgeruht und mit frischen Kräften zu Dir kommen.
Noch etwas muß ich Dir erzählen. Eine Italienerin, die mit mir in England im Institut war, ist auch hier im Hotel. Das war ein nettes Zusammentreffen. Sie bleibt noch 5 Tage. Meine Telefonnummer ist jetzt: Riccione, 330. Wie steht sonst alles? An Sepp schreibe ich heute auch noch. Sage Mama nicht genau, wie viel Briefe ich Dir schreibe, sonst jammert sie über das Geld.
Nun mein lieber, lieber Karl lebe recht wohl immer bleibe ich nur für Dich allein Deine treue Elisabeth.
Das mit den Stoffen stimmt schon.

(P: München), Freitag (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl!
Bitte komme morgen um 4 h zu meinem Zahnarzt ich bin ¼ nach 3 h bestellt, hoffe also daß ich bis dahin fertig bin. Recht herzliche Grüße Deine Elisabeth.

Zell am See (Briefkarte): KAH in München

Mein geliebter Karl!
Vielen herzlichen Dank für Deine lieben Grüße. O, wie gräßlich ist meine Sehnsucht nach Dir. Wir sind halt doch so zusammengewöhnt. Wir kommen am Samstag 8 h abends in München an. Leider geht nur der eine Schnellzug, u. wir haben in München schon eine Schnellzugkarte gelöst. Ich komme also am Sonntag vormittag zu euch. Wie freue ich mich! Jetzt geht ja die Zeit hier schon stark dem Ende zu. Das Wetter war bis jetzt herrlich. Hoffentlich bist Du wohl auf. Alles andere mündlich. Tausend Grüße und Küsse von Deiner dichliebenden Elisabeth.

Zell am See (Briefkarte): KAH in München

Mein geliebter Karl!
Vielen herzlichen Dank für Deine lieben Grüße. O, wie gräßlich ist meine Sehnsucht nach Dir. Wir sind halt doch so zusammengewöhnt. Wir kommen am Samstag 8 h abends in München an. Leider geht nur der eine Schnellzug, u. wir haben in München schon eine Schnellzugkarte gelöst. Ich komme also am Sonntag vormittag zu euch. Wie freue ich mich! Jetzt geht ja die Zeit hier schon stark dem Ende zu. Das Wetter war bis jetzt herrlich. Hoffentlich bist Du wohl auf. Alles andere mündlich. Tausend Grüße und Küsse von Deiner dichliebenden Elisabeth.

  • Year
  • Nach dem 17.03.1933

(P: Zell am See), Freitag (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl!
Besten Dank für Deine Karte, ehrlich gesagt habe ich sie nicht ganz verstanden. Ich habe doch deutlich genug geschrieben, daß es hier nicht lustig war, ohne Dich. Leb wohl, auf ein frohes Wiedersehen am Sonntag Deine dichliebende Elisabeth.

Zell am See (Briefkarte): KAH in München

Berghotel Schmittenhöhe Zell am See
Mein lieber, lieber Karl!
Wie furchtbar langsam vergeht die Zeit! Ich freue mich schon wieder so auf unser Wiedersehen. Es ist halt nirgends schön für mich, wo Du nicht dabei bist. Sonst kann ich mich ja über nichts beklagen. Die Gegend ist hier herrlich. Man hat nicht das bedrückende Gefühl der Berge, weil man gleich hoch zu sein scheint. Die Sonne brennt sehr stark, doch habe ich immer nur das eine Verlangen, bei Dir zu sein. Wie geht es Dir? Gestritten haben wir noch nicht, es waren auch noch keine Sticheleien, also brauchst Du Dir in dieser Hinsicht bis jetzt keine Sorge zu machen. Mein lieber, lieber Karl, ich denke die ganze Zeit an Dich, bei jeder schönen Aussicht wünsche ich, Du könntest es auch sehen usw. Du weißt das ja alles selbst.
Nun lebe recht wohl, laß es Dir gut gehen und sei innigst geküßt von Deiner treuen Elisabeth.

Zell am See (Briefkarte): KAH in München

Berghotel Schmittenhöhe Zell am See
Mein lieber, lieber Karl!
Wie furchtbar langsam vergeht die Zeit! Ich freue mich schon wieder so auf unser Wiedersehen. Es ist halt nirgends schön für mich, wo Du nicht dabei bist. Sonst kann ich mich ja über nichts beklagen. Die Gegend ist hier herrlich. Man hat nicht das bedrückende Gefühl der Berge, weil man gleich hoch zu sein scheint. Die Sonne brennt sehr stark, doch habe ich immer nur das eine Verlangen, bei Dir zu sein. Wie geht es Dir? Gestritten haben wir noch nicht, es waren auch noch keine Sticheleien, also brauchst Du Dir in dieser Hinsicht bis jetzt keine Sorge zu machen. Mein lieber, lieber Karl, ich denke die ganze Zeit an Dich, bei jeder schönen Aussicht wünsche ich, Du könntest es auch sehen usw. Du weißt das ja alles selbst.
Nun lebe recht wohl, laß es Dir gut gehen und sei innigst geküßt von Deiner treuen Elisabeth.

  • Year
  • Um den 15.03.1933

(P: Zell am See), Mittwoch (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl.
Warum läßt Du denn gar nichts von dir hören? Die Hälfte unseres hiesigen Aufenthaltes ist Gott sei Dank schon vorüber. Sonst gibt es gar nichts zu erzählen. Auf ein Wiedersehen freut sich riesig Deine Elisabeth.
Auch an Mutter herzl. Grüße.
Berghotel Schmittenhöhe Zell am See.

(P: Zell am See), Mittwoch (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl.
Warum läßt Du denn gar nichts von dir hören? Die Hälfte unseres hiesigen Aufenthaltes ist Gott sei Dank schon vorüber. Sonst gibt es gar nichts zu erzählen. Auf ein Wiedersehen freut sich riesig Deine Elisabeth.
Auch an Mutter herzl. Grüße.
Berghotel Schmittenhöhe Zell am See.

(P: Riccione, 16.08.1938), Montag (Karte) KAH in München (W: 8)

Igea e Praga, Riccione d. 15. 8. 38.
Mein lieber Karl!
Besten Dank für Deinen lb. Brief. Wie geht es wohl? Ich bin immer etwas unruhig. In dem Hotel bin ich jetzt zufrieden. Auch kostet es nur 39 L in dem anderen 55 L u. dann war es gar nichts besonderes. Nijinsky schreibt man mit j in der Mitte nicht mit y, wie Du mir im letzten Brief geschrieben hast. Sonst gibt es nichts zu erzählen, nach Florenz fahre ich erst nächste Woche. Nur noch 2 Wochen, dann sehen wir wieder. Wenn nur alles ruhig verläuft.
Tausend innige liebe Küsse von Deiner Elisabeth.

(P: Riccione, 16.08.1938), Montag (Karte) KAH in München (W: 8)

Igea e Praga, Riccione d. 15. 8. 38.
Mein lieber Karl!
Besten Dank für Deinen lb. Brief. Wie geht es wohl? Ich bin immer etwas unruhig. In dem Hotel bin ich jetzt zufrieden. Auch kostet es nur 39 L in dem anderen 55 L u. dann war es gar nichts besonderes. Nijinsky schreibt man mit j in der Mitte nicht mit y, wie Du mir im letzten Brief geschrieben hast. Sonst gibt es nichts zu erzählen, nach Florenz fahre ich erst nächste Woche. Nur noch 2 Wochen, dann sehen wir wieder. Wenn nur alles ruhig verläuft.
Tausend innige liebe Küsse von Deiner Elisabeth.

(P: München), (E: 18) Mittwoch (Karte): E.R. in Zell am See (Schmittenhöhe)

Mein liebe Elisabeth.
Vielen Dank für Deine Grüße. Hoffentlich erholst Du Dich gut. Es gibt allerdings gerade nicht viel Neues. Nun ja – .
Grüße von Deinem Karl.

(P: Zell am See), Montag (Karte): KAH in München (E: 18)

Lieber Karl!
Bin soeben hier angekommen. Das Wetter ist schön. Für heute Dir, Mutter und Brüder viele, herzliche Grüße Deine Elisabeth
Berghotel Schmittenhöhe Zell am See. Tirol.