(P: München), Freitag (Karte): E.R. in Arnshausen

Liebe Elisabeth.
Große Freude habe ich immer von Dir Post zubekommen. Ich freue mich daß es Dir gut geht. Mein Streichquartett wird im Musikkollegium – Winterthur aufgeführt. Sonst gibt’s nichts neues.
Auf frohes Wiedersehn Dein Karl.
Mein „Concert de Bruxelles“ schicke an Ernst St. Gallen damit Scherchen es bekommt.

(P: München), Freitag (Karte): E.R. in Arnshausen

Liebe Elisabeth.
Große Freude habe ich immer von Dir Post zubekommen. Ich freue mich daß es Dir gut geht. Mein Streichquartett wird im Musikkollegium – Winterthur aufgeführt. Sonst gibt’s nichts neues.
Auf frohes Wiedersehn Dein Karl.
Mein „Concert de Bruxelles“ schicke an Ernst St. Gallen damit Scherchen es bekommt.

  • Date
  • 10 Aug 1934

(P: München), Freitag (Karte): E.R. in Arnshausen

4. Karte
Liebe Elisabeth!
Heute habe ich wieder eine Karte bekommen. Heißen Dank. Wie lange bleibt Ihr in Kissingen? Ich freue mich auf unser Wiedersehen. Meine Arbeit macht mir viel Freude.
Ich bleibe Dein Karl

(P: Zürich), Sonntag (Karte): E.H. in München (W: 8)

Mein Liebe!
Die Hindemith-Matinée war ausverkauft – aber langweilig – immer die gleiche Sauce.
Wie geht es bei Euch morgen Montag oder Dienstag fahre ich nach Winterthur und hole Post von Dir ab. Bleibe mir gesund, und schlafe, Du weiß warum. Morgen beginnt der Kampf „Simpl“.

(P: München), Donnerstag (Karte): E.R. in Arnshausen

3. Karte!
Meine liebe Elisabeth!
Heute bin ich schon wieder in München. Ich hatte viel Erfolg [Konzert in Freiburg], − (mündlich erzähle ich alles). Nun habe ich eine Einladung nach Frankfurt, Köln und Winterthur. Heißen Dank für Deine Karten. Bitte schreibe schreibe mir jeden Tag! wenn es geht!! Meine Arbeit beruhigt mich sehr. Wenn es so weiter geht. Die 1. Arie wird in 10 Tagen fertig. Hoffentlich!
Ich freue mich sehr Dich in München begrüßen zu dürfen und bleibe Dein Karl.

(P: München), Donnerstag (Karte): E.R. in Arnshausen

3. Karte!
Meine liebe Elisabeth!
Heute bin ich schon wieder in München. Ich hatte viel Erfolg [Konzert in Freiburg], − (mündlich erzähle ich alles). Nun habe ich eine Einladung nach Frankfurt, Köln und Winterthur. Heißen Dank für Deine Karten. Bitte schreibe schreibe mir jeden Tag! wenn es geht!! Meine Arbeit beruhigt mich sehr. Wenn es so weiter geht. Die 1. Arie wird in 10 Tagen fertig. Hoffentlich!
Ich freue mich sehr Dich in München begrüßen zu dürfen und bleibe Dein Karl.

  • Date
  • 9 Aug 1934

(P: Bad Kissingen), Donnerstag (Karte): KAH in München (Elvirastr. 18)

Mein lieber Karl!
Gestern bekam ich Deine 1. Karte. Wir bleiben noch bis Sonntag früh hier, schreibe also bitte Deine letzte Karte hierher am Freitag, ich gebe Dir dann noch genaue Nachricht wohin Du noch schreiben kannst. Sonst geht hier alles gut. Arbeite Du nicht zuviel, Du darfst Dich nicht zu sehr überanstrengen.
Es küßt Dich Deine Elisabeth.

(P: Bad Kissingen), Donnerstag (Karte): KAH in München (Elvirastr. 18)

Mein lieber Karl!
Gestern bekam ich Deine 1. Karte. Wir bleiben noch bis Sonntag früh hier, schreibe also bitte Deine letzte Karte hierher am Freitag, ich gebe Dir dann noch genaue Nachricht wohin Du noch schreiben kannst. Sonst geht hier alles gut. Arbeite Du nicht zuviel, Du darfst Dich nicht zu sehr überanstrengen.
Es küßt Dich Deine Elisabeth.

  • Date
  • 9 Aug 1934

(P: München), Freitag (Karte): E.R. in Arnshausen

2. Karte.
Meine liebes Elisabeth
Heute fahre ich nach Freiburg zu meinem Konzert. Morgen abend bin ich wieder in München. Ich freue mich auf unser Wiedersehn. Hoffentlich kommst Du gesund nach München. Meine Arbeit wächst feste!!
Ich bleibe Dein Karl.
Addio! addio!

(P: Zürich, 6.11.1938), Samstag (Karte): E.H. in München (W: 8)

Mein lieber Kamerad!
Heute abend war ich im „Matis“ von Hindemith. Wirklich meisterliche Kunst, aber äußerst Müde Kunst. So früh. Menschlich und geistig wirklich ein großer Lump. Schade –! Wie kann man geistig so müde sein – scheußlich. Morgen früh ist Hindemith-Mati[n]èe. Bin sehr neugierig. Am Montag beginnt ein neuer Kampf: Simpl.
Sei versichert daß ich stets nur Deiner gedenke Dein Kl.
Was macht Adolf?

(P: Zürich, 6.11.1938), Samstag (Karte): E.H. in München (W: 8)

Mein lieber Kamerad!
Heute abend war ich im „Matis“ von Hindemith. Wirklich meisterliche Kunst, aber äußerst Müde Kunst. So früh. Menschlich und geistig wirklich ein großer Lump. Schade –! Wie kann man geistig so müde sein – scheußlich. Morgen früh ist Hindemith-Mati[n]èe. Bin sehr neugierig. Am Montag beginnt ein neuer Kampf: Simpl.
Sei versichert daß ich stets nur Deiner gedenke Dein Kl.
Was macht Adolf?

  • Date
  • 5 Nov 1938

(P: München), Donnerstag (Karte): E.R. in Arnshausen

1. Karte.
Meine liebe Elisabeth!
Hoffentlich seid Ihr gut angekommen. Nun wirst [Du] Dich mal feste ausruhen. Ich habe viel zu tun mit meinen 3 Arien-Fragmenten.
Auf frohes Wiedersehn freut sich Dein Karl.

(P: München), Mittwoch (Karte) E.R. in Cortina d’Ampezzo

Liebe Elisabeth.
Auf ein Wiedersehen freue ich mich Dein Karl.

München, Samstag (Brief): KAH in der Schweiz

München, den 5. 11. 38.

Mein lieber Karl!
Gestern kam ein Brief, folgenden Inhalts von Skulsky.
Sehr verehrter Herr Hartmann! Mit selber Post habe ich Ihnen das [die] letzte Nummer des [der] Zeitschrift versandt, in welchem Sie das [den] biographischen Artikel über Sie [sich] finden werden. Hoffentlich werden Sie davon [damit] zufrieden sein. Haben Sie Ihre Clichees nötig, dann schreiben Sie mir. Sie werden Ihnen dann direkt versandt. Ich kann Ihnen auch mitteilen, daß eine öffentliche Aufführung Ihres Quartetts noch diese Saison möglich wäre. Dazu wurde mich [ich um] Partitur und Partien [Stimmen] gefragt. Wenn Sie diese also frei haben, können Sie mich [mir] diese schicken. Das Werk wird dann aufgeführt, in einer [einem] der Konzerte wovon ich Ihnen hierbei einen Prospekt sende. In musikalischen Kreisen hat [ist] der halbe Satz Ihres Quartetts in unsrer Zeitschrift erschienen, einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe mit Freude Ihr „Miserae“ am Radio gehört. Das Werk ist wirklich tief und rührend. Ich spreche darüber in der nächsten Nummer der Zeitschrift. Ich hoffe, daß es Ihnen gut geht und grüße sie und Ihre Frau sehr herzlich A. Skulsky
48, rue Van der linden, Bruxelles.
Du mußt ihm selbstverständlich sofort antworten in einem sehr liebenswürdigen Brief, natürlich läßt Du Dein Quartett aufführen. das Material zu schicken. Du mußt jetzt sehen, daß Du die Partitur herbeibringst. Also erledige das bald u. schiebe es nicht hinaus. Die Zeitschrift ist noch nicht angekommen. Sobald sie da ist, lasse ich Deinen Teil übersetzen und schicke es Dir zu. Bin neugierig, was Du mit Ansermet und Sacher ausgemacht hast. Habe nur Mut, Du siehst es geht immer langsam aufwärts und [Du] faßt immer festeren Fuß. Das ist sehr, sehr viele Wert. Mit der Oper [Simpl] habe ich ja nicht allzu viel Hoffnung, lege Dich in keiner Weise, allzu schnell fest, da mußt Du sehr vorsichtig sein.
See u. ich arbeiten jetzt das erste Kapitel zur Vorlage für den Verlag aus und dann muß ich eine Inhaltsangabe sämtlicher Kapitel herstellen, die dann auch dem Verlag vorgelegt werden muß. Ich habe etwas Angst davor, da ich so etwas noch nie gemacht habe, aber es wird schon gehen.
Diese Woche hatte ich Stöberei u. bin jetzt fertig geworden. Ich muß aber feststellen, daß es ohne Dich entschieden reibungsloser verlaufen ist. Jetzt blitzt in der Wohnung alles nur so. Richardi ist sehr stolz auf Deine Karte, er zeigt sie jedermann her und ich habe sie ihm schon unzähligemal vorlesen müssen. Er ißt jetzt übrigens gut und ist sehr lieb. Sonst ist keine Post gekommen.
Mein lieber Karl, glaube mir, daß ich, oft und mit viel, viel Liebe an Dich denke, Du bist nie allein, denn überall hin begleite ich Dich mit meinen Gedanken. Sei innigst umarmt und geküßt von Deiner treuen, Dich heiß liebenden Elisabeth.

München, Samstag (Brief): KAH in der Schweiz

München, den 5. 11. 38.

Mein lieber Karl!
Gestern kam ein Brief, folgenden Inhalts von Skulsky.
Sehr verehrter Herr Hartmann! Mit selber Post habe ich Ihnen das [die] letzte Nummer des [der] Zeitschrift versandt, in welchem Sie das [den] biographischen Artikel über Sie [sich] finden werden. Hoffentlich werden Sie davon [damit] zufrieden sein. Haben Sie Ihre Clichees nötig, dann schreiben Sie mir. Sie werden Ihnen dann direkt versandt. Ich kann Ihnen auch mitteilen, daß eine öffentliche Aufführung Ihres Quartetts noch diese Saison möglich wäre. Dazu wurde mich [ich um] Partitur und Partien [Stimmen] gefragt. Wenn Sie diese also frei haben, können Sie mich [mir] diese schicken. Das Werk wird dann aufgeführt, in einer [einem] der Konzerte wovon ich Ihnen hierbei einen Prospekt sende. In musikalischen Kreisen hat [ist] der halbe Satz Ihres Quartetts in unsrer Zeitschrift erschienen, einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe mit Freude Ihr „Miserae“ am Radio gehört. Das Werk ist wirklich tief und rührend. Ich spreche darüber in der nächsten Nummer der Zeitschrift. Ich hoffe, daß es Ihnen gut geht und grüße sie und Ihre Frau sehr herzlich A. Skulsky
48, rue Van der linden, Bruxelles.
Du mußt ihm selbstverständlich sofort antworten in einem sehr liebenswürdigen Brief, natürlich läßt Du Dein Quartett aufführen. das Material zu schicken. Du mußt jetzt sehen, daß Du die Partitur herbeibringst. Also erledige das bald u. schiebe es nicht hinaus. Die Zeitschrift ist noch nicht angekommen. Sobald sie da ist, lasse ich Deinen Teil übersetzen und schicke es Dir zu. Bin neugierig, was Du mit Ansermet und Sacher ausgemacht hast. Habe nur Mut, Du siehst es geht immer langsam aufwärts und [Du] faßt immer festeren Fuß. Das ist sehr, sehr viele Wert. Mit der Oper [Simpl] habe ich ja nicht allzu viel Hoffnung, lege Dich in keiner Weise, allzu schnell fest, da mußt Du sehr vorsichtig sein.
See u. ich arbeiten jetzt das erste Kapitel zur Vorlage für den Verlag aus und dann muß ich eine Inhaltsangabe sämtlicher Kapitel herstellen, die dann auch dem Verlag vorgelegt werden muß. Ich habe etwas Angst davor, da ich so etwas noch nie gemacht habe, aber es wird schon gehen.
Diese Woche hatte ich Stöberei u. bin jetzt fertig geworden. Ich muß aber feststellen, daß es ohne Dich entschieden reibungsloser verlaufen ist. Jetzt blitzt in der Wohnung alles nur so. Richardi ist sehr stolz auf Deine Karte, er zeigt sie jedermann her und ich habe sie ihm schon unzähligemal vorlesen müssen. Er ißt jetzt übrigens gut und ist sehr lieb. Sonst ist keine Post gekommen.
Mein lieber Karl, glaube mir, daß ich, oft und mit viel, viel Liebe an Dich denke, Du bist nie allein, denn überall hin begleite ich Dich mit meinen Gedanken. Sei innigst umarmt und geküßt von Deiner treuen, Dich heiß liebenden Elisabeth.

  • Date
  • 5 Nov 1938