(P: Freising), Donnerstag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Nun bin ich in Freising. Es ist herrliches Wetter. Zwar nicht sehr unterhaltend hier, aber zur Erholung immerhin sehr gut. Fahre Montag wieder nach München zurück. Und wie geht es Dir? Wie freue ich mich, daß Du doch noch alles durchgesetzt hast mit Deinem Werk. Hoffentlich sind die 150 F gut angekommen. Ich grüße Dich aufs allerherzlichste und bleibe in Liebe Deine Elisabeth.
Morgen schreibe ich einen Brief. Grüße Adolf herzlichst von mir.

(P: Freising), Donnerstag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Nun bin ich in Freising. Es ist herrliches Wetter. Zwar nicht sehr unterhaltend hier, aber zur Erholung immerhin sehr gut. Fahre Montag wieder nach München zurück. Und wie geht es Dir? Wie freue ich mich, daß Du doch noch alles durchgesetzt hast mit Deinem Werk. Hoffentlich sind die 150 F gut angekommen. Ich grüße Dich aufs allerherzlichste und bleibe in Liebe Deine Elisabeth.
Morgen schreibe ich einen Brief. Grüße Adolf herzlichst von mir.

(P: München), Mittwoch (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Herzlichen Dank für Deine beiden lieben Briefe, sie kamen soeben, als ich meinen Brief fortschickte. Gut, daß Du jetzt interessante Tage erleben wirst. Jetzt wird es nicht mehr so viel zu tun geben. Sehe Dir auch Straßburg gut an, es soll so schön sein. Bleibe lieber noch einen Tag länger, wenn Du gar nichts sehen konntest bis jetzt. Man ist ja um jeden schönen Eindruck froh. Inzwischen wird Adolf angekommen sein. Das ist gut für Dich, ich fürchte Du bist wieder recht niedergedrückt. O, sei froh, es wird schon alles gut werden. Ich fahre jetzt nach Freising, wahrscheinlich bis nächsten Mittwoch, vielleicht komme ich auch früher heim. Hoffentlich brauche ich nichts mehr zu erledigen für Dich, das wäre jetzt peinlich. Schreibe dann mir, ich fahre eben dann nach München. Heute ging G[eld]. ab. Hoffentlich reicht es, sonst schicke ich noch.
Nun alles Liebe u. Gute sei herzlichst gegrüßt von Deiner Elisabeth
Grüße auch Adolf.

(P: München), Mittwoch (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Herzlichen Dank für Deine beiden lieben Briefe, sie kamen soeben, als ich meinen Brief fortschickte. Gut, daß Du jetzt interessante Tage erleben wirst. Jetzt wird es nicht mehr so viel zu tun geben. Sehe Dir auch Straßburg gut an, es soll so schön sein. Bleibe lieber noch einen Tag länger, wenn Du gar nichts sehen konntest bis jetzt. Man ist ja um jeden schönen Eindruck froh. Inzwischen wird Adolf angekommen sein. Das ist gut für Dich, ich fürchte Du bist wieder recht niedergedrückt. O, sei froh, es wird schon alles gut werden. Ich fahre jetzt nach Freising, wahrscheinlich bis nächsten Mittwoch, vielleicht komme ich auch früher heim. Hoffentlich brauche ich nichts mehr zu erledigen für Dich, das wäre jetzt peinlich. Schreibe dann mir, ich fahre eben dann nach München. Heute ging G[eld]. ab. Hoffentlich reicht es, sonst schicke ich noch.
Nun alles Liebe u. Gute sei herzlichst gegrüßt von Deiner Elisabeth
Grüße auch Adolf.

München, Dienstag (Brief): KAH in Straßburg

d. 8. 8. 33.
Mein über alles geliebter Karl!
Jetzt bleibst Du doch nicht allein! Adolf kommt mit dem Zug am Mittwoch. Ich bin froh, daß Du dann nicht mehr so allein bist. Von Donderer war es eine Schlamperei, die Stimme so spät fortzuschicken, er wollte sie Freitag abschicken, dann hätte sie Samstag dort sein müssen. Armer Karl, auch noch unnütze Arbeit hast Du bekommen. Gut, wenn Du bald wieder herkommst, daß Du etwas ausspannen kannst. Adolf habe ich Deine Uhr, Zigaretten u. eine kleine Krawatte mitgegeben, vergiß nicht sie zu verlangen, wenn Adolf nicht daran denken sollte. Am Freitag lasse ich noch 100 F. schicken, hoffentlich reicht Dir das. Bitte schreibe von nun an nach − Freising b. München − Tuchfabrik Bayern − Deutschland. Und sei im schreiben vorsichtig, ich fürchte immer es könnte mir jemand öffnen. Hoffentlich hast Du keinen Brief geschrieben, der erst Mittwoch abend ankommt, weil Papa verreist, und Mama traue ich nicht recht, ob sie ihn mir nachschickt ohne zu öffnen. Auf jeden Fall schreibe mir bitte, wie oft Du in letzter zeit geschrieben hast, daß ich mich auskenne, ob nichts unterschlagen wurde. Am Mittwoch fahre ich also nach Freising, ich komme ganz gern auf einige Tage etwas hinaus. Wie furchtbar schade, daß ich Dein Stück nirgends hören kann, doch wüßte ich wirklich nicht wo. Trotz allem freue ich mich ja so sehr darauf. Wie schön ist es an Deinem Schaffen Anteil nehmen zu dürfen. O, Karl ich bin so glücklich mit Dir. Ich weiß auch ganz genau, daß Du viel erreichen wirst und durchdringen wirst. Das ist für mich Gewißheit. Dann können wir den Menschen zeigen, wie Unrecht sie einem tun. Hier in Deutschland geht es gut, es sind jetzt überall geordnete Verhältnisse. Ich lese zur zeit viel, besonders Balsac. Ich hatte noch nie etwas von ihm gelesen und bin ganz begeistert von ihm. Besonders seine Auffassung über Liebe ist so hoch. Über diesen Punkt habe ich nie gerne gelesen, weil es mir bei den anderen Schriftstellern immer profan vorkam, wie ich überhaupt finde, daß man hierüber nicht sprechen sollte, doch bei Balsac ist das anders. Man fühlt da das Höchste heraus. – Doch mein Karl, hiermit sollte ich Dir jetzt nicht kommen, Du hast wichtigeres zu tun, als Dich mit meinen Gedanken zu befassen. Die größte Freude wird für mich der 17. August. O, dieses Wiedersehen. Du – ! Meine Sehnsucht nach Dir ist kaum noch auszuhalten. Ich muß mich gewaltsam betäuben, um nicht zu traurig zu werden. Doch weißt Du, das bringe ich bei Dir nicht fertig. Du lebst so sehr in mir. Komm gleich nach der Tagung!!! Ich küsse Dich tausendmal umarme Dich und hab Dich so lieb als Deine glückliche Elisabeth.
Im Münchener Konzertleben ist z. Z. nichts los.
Besten Dank für Brief und Programm. Ich bin ja so froh, daß sich noch alles zum Guten wandte, u. daß Dein Werk doch noch aufgeführt wird. Vergiß nicht, mir von nun an nach Freising zu schreiben Deine dichinnigliebende Elisabeth.

München, Dienstag (Brief): KAH in Straßburg

d. 8. 8. 33.
Mein über alles geliebter Karl!
Jetzt bleibst Du doch nicht allein! Adolf kommt mit dem Zug am Mittwoch. Ich bin froh, daß Du dann nicht mehr so allein bist. Von Donderer war es eine Schlamperei, die Stimme so spät fortzuschicken, er wollte sie Freitag abschicken, dann hätte sie Samstag dort sein müssen. Armer Karl, auch noch unnütze Arbeit hast Du bekommen. Gut, wenn Du bald wieder herkommst, daß Du etwas ausspannen kannst. Adolf habe ich Deine Uhr, Zigaretten u. eine kleine Krawatte mitgegeben, vergiß nicht sie zu verlangen, wenn Adolf nicht daran denken sollte. Am Freitag lasse ich noch 100 F. schicken, hoffentlich reicht Dir das. Bitte schreibe von nun an nach − Freising b. München − Tuchfabrik Bayern − Deutschland. Und sei im schreiben vorsichtig, ich fürchte immer es könnte mir jemand öffnen. Hoffentlich hast Du keinen Brief geschrieben, der erst Mittwoch abend ankommt, weil Papa verreist, und Mama traue ich nicht recht, ob sie ihn mir nachschickt ohne zu öffnen. Auf jeden Fall schreibe mir bitte, wie oft Du in letzter zeit geschrieben hast, daß ich mich auskenne, ob nichts unterschlagen wurde. Am Mittwoch fahre ich also nach Freising, ich komme ganz gern auf einige Tage etwas hinaus. Wie furchtbar schade, daß ich Dein Stück nirgends hören kann, doch wüßte ich wirklich nicht wo. Trotz allem freue ich mich ja so sehr darauf. Wie schön ist es an Deinem Schaffen Anteil nehmen zu dürfen. O, Karl ich bin so glücklich mit Dir. Ich weiß auch ganz genau, daß Du viel erreichen wirst und durchdringen wirst. Das ist für mich Gewißheit. Dann können wir den Menschen zeigen, wie Unrecht sie einem tun. Hier in Deutschland geht es gut, es sind jetzt überall geordnete Verhältnisse. Ich lese zur zeit viel, besonders Balsac. Ich hatte noch nie etwas von ihm gelesen und bin ganz begeistert von ihm. Besonders seine Auffassung über Liebe ist so hoch. Über diesen Punkt habe ich nie gerne gelesen, weil es mir bei den anderen Schriftstellern immer profan vorkam, wie ich überhaupt finde, daß man hierüber nicht sprechen sollte, doch bei Balsac ist das anders. Man fühlt da das Höchste heraus. – Doch mein Karl, hiermit sollte ich Dir jetzt nicht kommen, Du hast wichtigeres zu tun, als Dich mit meinen Gedanken zu befassen. Die größte Freude wird für mich der 17. August. O, dieses Wiedersehen. Du – ! Meine Sehnsucht nach Dir ist kaum noch auszuhalten. Ich muß mich gewaltsam betäuben, um nicht zu traurig zu werden. Doch weißt Du, das bringe ich bei Dir nicht fertig. Du lebst so sehr in mir. Komm gleich nach der Tagung!!! Ich küsse Dich tausendmal umarme Dich und hab Dich so lieb als Deine glückliche Elisabeth.
Im Münchener Konzertleben ist z. Z. nichts los.
Besten Dank für Brief und Programm. Ich bin ja so froh, daß sich noch alles zum Guten wandte, u. daß Dein Werk doch noch aufgeführt wird. Vergiß nicht, mir von nun an nach Freising zu schreiben Deine dichinnigliebende Elisabeth.

München (Brief): KAH in Straßburg

Mein liebster, bester Karl!
Vielen Dank für Deinen lb. Brief. Einesteils ist es ein Glück, daß Du so viel zu tun hast. Auch ist es doch ein Zeichen von Vertrauen, wenn Dir Sch. so viel tun läßt. Manches verstehe ich allerdings nicht. Sch. wußte doch, daß Donderer nur ein paar Tage kommen kann, warum hat er Dir denn nicht gleich alles gesagt. Das wäre doch rücksichtslos, Dir jetzt Schwierigkeiten wegen der Aufführung zu machen. Soll ich ev. mit Donderer sprechen, daß er versuchen soll es etwas zu verlängern? Bestimmt wird aber doch Donderer sehr wenig verlangen, er ist doch froh, wenn er überhaupt dorthin kommen kann. Ev. soll Papa wenigstens eine Hälfte d. Fahrt bezahlen. Auf jeden Fall muß Dein Stück aufgeführt werden oder irgend etwas anderes von Dir. Das wäre ja noch das schönere, wenn Sch. jetzt auf einmal so daherkommen würde. Zuerst etwas versprechen, dann nicht halten. Mein Karl, da mußt Du hinstehen, da hilft Bescheidenheit gar nichts, so kommt man sonst nicht weiter. Du darfst auch die Sache nicht einfach so weiterlaufen lassen bis es zu spät ist, sondern immerzu machen. Du weißt ja selber, was Du zu tun hast, aber Du darfst nicht nachgeben. Dein Grundsatz muß jetzt sein: „Ich will aufgeführt sein, was auch dazwischenkommen mag.“ Auch versuche dort alle kennenzulernen, nur nicht zurückstehen, das ist ja alles so wichtig. Nur frech sein, so kommt man am besten vorwärts im Leben.o Es liegt an Dir, ob Du von der Tagung viel haben wirst oder nicht. Jetzt habe ich aber viel „Lehren“ gegeben, doch bitte höre etwas darauf, und lach mich nicht aus. Heute bekam ich die Antwort von Rümmelein, er habe die Geschichten [sic] vom Soldaten schon längst fortgeschickt, hoffentlich kommen sie jetzt an. Hast Du die Antig. die Stimmen u. Motette for [für] Choral bekommen? Mein Karl, bedank Dich doch bei mir nicht für so Besorgungen, das ist doch das selbstverständlichste von der Welt u. nur meine Pflicht. Für Dich bin ich doch so froh etwas tun zu können, ich helfe Dir ja sowieso viel zu wenig. Bitte strenge Dich doch nicht so sehr an, Du wirst ja noch krank. Sei nur klug und vorsichtig. O wie gerne wäre ich bei Dir. Nur wieder einmal aussprechen können, mit einem Menschen der einem alles ist. Hier fühle ich mich so entsetzlich allein, ich verstehe meine ganze Umgebung nicht. Auch Papa, wenn er nur nicht so entsetzlich materialistisch wäre, kein Ideal – nichts. Nur Geld – Geschäft und wieder Geld – Geschäft. Mag sein, daß ich auch Schuld habe, daß ich ihn so wenig verstehe. Und so geht es mir mit den meisten Menschen. Nur mit Dir kann man vernünftig reden. Mama jammert den ganzen Tag, daß ich so wenig in d. Universität gehe usw. Doch, wenn ich an Dich denke ist alles gut. Hier ist nichts los. Jetzt gehe ich manchmal zu baden bei der Hitze. Ende nächster Woche fahre ich vielleicht auf 8 Tage nach Freising. Ich bin froh, wenn Adolf wieder zu Dir kommt. Bitte esse auch nicht zu schlecht. Nächste Woche schicke ich noch Geld.
Mein lieber, guter Karl, wie freue ich mich auf unser Wiedersehen. Bleib gesund u. froh. Ich küsse u. umarme Dich u. bleibe Deine dichheißliebende Elisabeth.
o Verbindungen sind gerade für Deinen Beruf so wichtig. Sei aber bei einer Freundschaft vorsichtig, du weißt wie mißtrauisch ich bin. Du bist schon manchmal reingefallen.
Bitte entschuldig diese Schrift, ich wurde alle Augenblicke ans Telefon gerufen.

München (Brief): KAH in Straßburg

Mein liebster, bester Karl!
Vielen Dank für Deinen lb. Brief. Einesteils ist es ein Glück, daß Du so viel zu tun hast. Auch ist es doch ein Zeichen von Vertrauen, wenn Dir Sch. so viel tun läßt. Manches verstehe ich allerdings nicht. Sch. wußte doch, daß Donderer nur ein paar Tage kommen kann, warum hat er Dir denn nicht gleich alles gesagt. Das wäre doch rücksichtslos, Dir jetzt Schwierigkeiten wegen der Aufführung zu machen. Soll ich ev. mit Donderer sprechen, daß er versuchen soll es etwas zu verlängern? Bestimmt wird aber doch Donderer sehr wenig verlangen, er ist doch froh, wenn er überhaupt dorthin kommen kann. Ev. soll Papa wenigstens eine Hälfte d. Fahrt bezahlen. Auf jeden Fall muß Dein Stück aufgeführt werden oder irgend etwas anderes von Dir. Das wäre ja noch das schönere, wenn Sch. jetzt auf einmal so daherkommen würde. Zuerst etwas versprechen, dann nicht halten. Mein Karl, da mußt Du hinstehen, da hilft Bescheidenheit gar nichts, so kommt man sonst nicht weiter. Du darfst auch die Sache nicht einfach so weiterlaufen lassen bis es zu spät ist, sondern immerzu machen. Du weißt ja selber, was Du zu tun hast, aber Du darfst nicht nachgeben. Dein Grundsatz muß jetzt sein: „Ich will aufgeführt sein, was auch dazwischenkommen mag.“ Auch versuche dort alle kennenzulernen, nur nicht zurückstehen, das ist ja alles so wichtig. Nur frech sein, so kommt man am besten vorwärts im Leben.o Es liegt an Dir, ob Du von der Tagung viel haben wirst oder nicht. Jetzt habe ich aber viel „Lehren“ gegeben, doch bitte höre etwas darauf, und lach mich nicht aus. Heute bekam ich die Antwort von Rümmelein, er habe die Geschichten [sic] vom Soldaten schon längst fortgeschickt, hoffentlich kommen sie jetzt an. Hast Du die Antig. die Stimmen u. Motette for [für] Choral bekommen? Mein Karl, bedank Dich doch bei mir nicht für so Besorgungen, das ist doch das selbstverständlichste von der Welt u. nur meine Pflicht. Für Dich bin ich doch so froh etwas tun zu können, ich helfe Dir ja sowieso viel zu wenig. Bitte strenge Dich doch nicht so sehr an, Du wirst ja noch krank. Sei nur klug und vorsichtig. O wie gerne wäre ich bei Dir. Nur wieder einmal aussprechen können, mit einem Menschen der einem alles ist. Hier fühle ich mich so entsetzlich allein, ich verstehe meine ganze Umgebung nicht. Auch Papa, wenn er nur nicht so entsetzlich materialistisch wäre, kein Ideal – nichts. Nur Geld – Geschäft und wieder Geld – Geschäft. Mag sein, daß ich auch Schuld habe, daß ich ihn so wenig verstehe. Und so geht es mir mit den meisten Menschen. Nur mit Dir kann man vernünftig reden. Mama jammert den ganzen Tag, daß ich so wenig in d. Universität gehe usw. Doch, wenn ich an Dich denke ist alles gut. Hier ist nichts los. Jetzt gehe ich manchmal zu baden bei der Hitze. Ende nächster Woche fahre ich vielleicht auf 8 Tage nach Freising. Ich bin froh, wenn Adolf wieder zu Dir kommt. Bitte esse auch nicht zu schlecht. Nächste Woche schicke ich noch Geld.
Mein lieber, guter Karl, wie freue ich mich auf unser Wiedersehen. Bleib gesund u. froh. Ich küsse u. umarme Dich u. bleibe Deine dichheißliebende Elisabeth.
o Verbindungen sind gerade für Deinen Beruf so wichtig. Sei aber bei einer Freundschaft vorsichtig, du weißt wie mißtrauisch ich bin. Du bist schon manchmal reingefallen.
Bitte entschuldig diese Schrift, ich wurde alle Augenblicke ans Telefon gerufen.

  • Year
  • Um den 8.08.1933

(P: Strasbourg), Montag (Brief mit Umschlag; die Angabe von E.H. „1934“ stimmt nicht! Anbei die Einladungskarte von „Le Docteur et Madame E. Théodore“ für den 7. August nach dem Konzert): E.R. in München (Schw: 14)

Meine liebe Elisabeth.
Vielen Dank für Deine Zeilen. Alles klappt. Der Trompeter ist ausgezeichnet. Unter uns gesagt: besser als Donderer; ja wirklich. Beruhige Dich. Jetzt wird es heiß mit der Arbeit. Sei mir nicht böse, bitte wenn ich wenig schreibe. Jede freie Minute nutze ich aus, um mit den Herren zu sprechen.
Höre bitte am Samstag am Radio um 1045 h mein Stück an – vielleicht in Freising oder bei Schraube. Diese Tage sind mir sehr teuer geworden. Den Trompeter habe ich zweimal zum Essen eingeladen – und Zigaretten anbieten – aber er arbeitet wunderbar. Er will es in Brüssel am Radio blasen. Ich habe noch 40 Franken. Könntest Du mir bis Donnerstag noch etwas schicken – Ich muß für das Zimmer 30 Franken noch bezahlen, da ich 3 Tage länger bleibe als einen Monat. Meinen Paß muß ich verlängern lassen. Gell ich bin unartig.
Meine liebe Elisabeth! Ich freue mich sehr auf unser Wiedersehn und ich umarme Dich ich küsse Dich in heißer Liebe Dein Karl.
Mein Lieb, bleibe gesund – froh! Ich bin ja so glücklich mich Dein zu nennen. Grüße bitte Vater herzlichst von mir. Prag – Budapest habe ich in Aussicht! Heute sind alle Komponisten eingeladen bei einem Kunstmäzen.

(P: Strasbourg), Montag (Brief mit Umschlag; die Angabe von E.H. „1934“ stimmt nicht! Anbei die Einladungskarte von „Le Docteur et Madame E. Théodore“ für den 7. August nach dem Konzert): E.R. in München (Schw: 14)

Meine liebe Elisabeth.
Vielen Dank für Deine Zeilen. Alles klappt. Der Trompeter ist ausgezeichnet. Unter uns gesagt: besser als Donderer; ja wirklich. Beruhige Dich. Jetzt wird es heiß mit der Arbeit. Sei mir nicht böse, bitte wenn ich wenig schreibe. Jede freie Minute nutze ich aus, um mit den Herren zu sprechen.
Höre bitte am Samstag am Radio um 1045 h mein Stück an – vielleicht in Freising oder bei Schraube. Diese Tage sind mir sehr teuer geworden. Den Trompeter habe ich zweimal zum Essen eingeladen – und Zigaretten anbieten – aber er arbeitet wunderbar. Er will es in Brüssel am Radio blasen. Ich habe noch 40 Franken. Könntest Du mir bis Donnerstag noch etwas schicken – Ich muß für das Zimmer 30 Franken noch bezahlen, da ich 3 Tage länger bleibe als einen Monat. Meinen Paß muß ich verlängern lassen. Gell ich bin unartig.
Meine liebe Elisabeth! Ich freue mich sehr auf unser Wiedersehn und ich umarme Dich ich küsse Dich in heißer Liebe Dein Karl.
Mein Lieb, bleibe gesund – froh! Ich bin ja so glücklich mich Dein zu nennen. Grüße bitte Vater herzlichst von mir. Prag – Budapest habe ich in Aussicht! Heute sind alle Komponisten eingeladen bei einem Kunstmäzen.

(P: Strasbourg), Montag (Brief mit Umschlag: „Conservatoire de Musique“): E.R. in München (Schw: 14)

Mein Lieb!
Heute war der Anfang. – Bis jetzt war es nicht sehr interesant [sic]. Heute Morgen hat Bartok sein Konzert gespielt, wunderbar – ein großartiges Werk. Was dieser Mann kann, unerhört. Wenn alles so wäre. Doch man muß viel über sich ergehen lassen. Mein Werk kommt sicher gut heraus. Hab keine Angst. – Doch, das liebe ich bei Dir, denn Du fühlst wunderbar mit mir – ich weiß bestimmt Du wirst mich immer verstehen, Du wirst immer mit mir gehen – und wenn ich verlassen – so bist Du bei mir – und du und ich werden immer zusammen bleiben – das fühl ich genau und das macht mich namenlos glücklich. Ich verehre Dich auch und schätze Deine Menschliche Größe. Habe Vertrauen zu mir und beide werden [wir] alles erreichen.
Meine liebste Elisabeth ich freue mich wenn Du nach Freising fährt, dann erholst Du Dich. Unsere Nerven brauchen es sehr. Nimm doch Vater mit!
Bleibe mir – und behalt mich lieb und ich umarme Dich in inniger Liebe und küsse Dich Dein Karl.

(P: Strasbourg), Montag (Brief mit Umschlag: „Conservatoire de Musique“): E.R. in München (Schw: 14)

Mein Lieb!
Heute war der Anfang. – Bis jetzt war es nicht sehr interesant [sic]. Heute Morgen hat Bartok sein Konzert gespielt, wunderbar – ein großartiges Werk. Was dieser Mann kann, unerhört. Wenn alles so wäre. Doch man muß viel über sich ergehen lassen. Mein Werk kommt sicher gut heraus. Hab keine Angst. – Doch, das liebe ich bei Dir, denn Du fühlst wunderbar mit mir – ich weiß bestimmt Du wirst mich immer verstehen, Du wirst immer mit mir gehen – und wenn ich verlassen – so bist Du bei mir – und du und ich werden immer zusammen bleiben – das fühl ich genau und das macht mich namenlos glücklich. Ich verehre Dich auch und schätze Deine Menschliche Größe. Habe Vertrauen zu mir und beide werden [wir] alles erreichen.
Meine liebste Elisabeth ich freue mich wenn Du nach Freising fährt, dann erholst Du Dich. Unsere Nerven brauchen es sehr. Nimm doch Vater mit!
Bleibe mir – und behalt mich lieb und ich umarme Dich in inniger Liebe und küsse Dich Dein Karl.

(P: Strasbourg), Samstag (Karte): E.R. in München (K: 23)

Meine liebe Elisabeth!
Vielen Dank für Deinen Brief. Dies war eine Überraschung. Was ist eigentlich mit Donderer? Komisch!! So einen sitzen lassen. Warum hat Adolf die Stimmen nicht sofort Express geschickt. Nun muß ich die Solo-Stimme nochmals schreiben. Heute werde ich mit dem 1. Satz fertig. Nun muß die Nacht daran glauben. Sonntag mittag muß ich fertig sein – ich muß fertig sein – ich muß! Nun habe ich einen Trompeter aus Paris. Ein sehr guter Trompeter, leichter Ton – sehr interessiert für moderne Musik. Ein interessanter Kerl. Aber die Arbeit die ich dadurch bekommen habe. Irrsinnig. Morgen schreibe ich einen Brief! es ist besser. Hoffentlich komme ich dazu!! Grüße Vater vielmals von mir und sei Du herzlichst gegrüßt von Deinem Karl.

(P: Strasbourg), Samstag (Karte): E.R. in München (K: 23)

Meine liebe Elisabeth!
Vielen Dank für Deinen Brief. Dies war eine Überraschung. Was ist eigentlich mit Donderer? Komisch!! So einen sitzen lassen. Warum hat Adolf die Stimmen nicht sofort Express geschickt. Nun muß ich die Solo-Stimme nochmals schreiben. Heute werde ich mit dem 1. Satz fertig. Nun muß die Nacht daran glauben. Sonntag mittag muß ich fertig sein – ich muß fertig sein – ich muß! Nun habe ich einen Trompeter aus Paris. Ein sehr guter Trompeter, leichter Ton – sehr interessiert für moderne Musik. Ein interessanter Kerl. Aber die Arbeit die ich dadurch bekommen habe. Irrsinnig. Morgen schreibe ich einen Brief! es ist besser. Hoffentlich komme ich dazu!! Grüße Vater vielmals von mir und sei Du herzlichst gegrüßt von Deinem Karl.

(P: München), Sonntag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Hoffentlich haben sich jetzt alle Schwierigkeiten begeben. Ich wäre ja so froh! Kann sein, daß Adolf vielleicht doch noch kommt. Bitte, schicke mir bald Nachricht, wie alles geht, ob Dein Stück gut herauskommt. Heute brachte ich Mutter das Programm, und erzählte ihr alles. Sie war auch sehr unruhig wegen Donderer, doch sonst geht es ihr gut. – Wie steht es in Straßburg? Bitte schreibe mir, ob Dir das Geld reicht, oder ob Du noch etwas brauchst? Mir kannst Du es doch sagen. Kann sein, daß jetzt, nachdem ich kaum noch etwas für Dich zu tun habe, daß ich am Mittwoch auf ein paar Tage nach Freising fahre. Doch ist es noch nicht bestimmt, nur wenn es hier für Dich nichts mehr zu tun gibt. Zur Vorsorge schicke also bitte von Montag ab die Post zu Papa, der sorgt denn schon dafür, daß sie in meine Hände kommt. Wie freue ich mich auf den 17. August. Welches Glück dann. Recht viel Glück u. Erfolg. Leb wohl, sei herzlichst geküßt von Deiner Elisabeth.

(P: München), Sonntag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Hoffentlich haben sich jetzt alle Schwierigkeiten begeben. Ich wäre ja so froh! Kann sein, daß Adolf vielleicht doch noch kommt. Bitte, schicke mir bald Nachricht, wie alles geht, ob Dein Stück gut herauskommt. Heute brachte ich Mutter das Programm, und erzählte ihr alles. Sie war auch sehr unruhig wegen Donderer, doch sonst geht es ihr gut. – Wie steht es in Straßburg? Bitte schreibe mir, ob Dir das Geld reicht, oder ob Du noch etwas brauchst? Mir kannst Du es doch sagen. Kann sein, daß jetzt, nachdem ich kaum noch etwas für Dich zu tun habe, daß ich am Mittwoch auf ein paar Tage nach Freising fahre. Doch ist es noch nicht bestimmt, nur wenn es hier für Dich nichts mehr zu tun gibt. Zur Vorsorge schicke also bitte von Montag ab die Post zu Papa, der sorgt denn schon dafür, daß sie in meine Hände kommt. Wie freue ich mich auf den 17. August. Welches Glück dann. Recht viel Glück u. Erfolg. Leb wohl, sei herzlichst geküßt von Deiner Elisabeth.

(P) Straßburg, Freitag (Brief [Briefpapier und Umschlag: „Conservatoire de Musique“] mit Umschlag): E.R. in München (K: 23)

Meine liebe Elisabeth.
Bist du mir wirklich böse. Ja – ! das wäre traurig. Ich glaube vielmehr, Du bist zu ängstlich für mich. Mein Lieb. Glaube mir: ich bin gesund, ich bin nicht überarbeitet: aber ich [bin] nur – verrückt nach Dir. Elisabeth. Nimm mir’s nicht übel – doch ich muß morgens 8 – 11 h arbeiten. Letzte Tage war ein Krach, 3 Herren sind abgefahren – mein Stück war gefährdet. Doch jetzt hat sich alles gelegt. Tautenhahn muß sofort zu Scherchen. (Du wirst wohl wissen, daß Tautenhahn fristlos entlassen worden ist.) Mir tut Tautenhahn sehr leid. Mir ist’s ein großer Schaden, doch ich habe mit Scherchen darüber gesprochen, er wird tun – was er kann. Ich habe heute ein Telegramm an Tautenhahn abgeschickt. Also – Du siehst, es kommen immer neue Einwände und Hindernisse.
Mein Trompeten-Konzert wird sehr wahrscheinlich in Brüssel aufgeführt. Heute spreche ich noch mit Haba wegen Prag und mit Prof. Frey wegen Basel oder Zürich. Vieles ist nicht zum schreiben – darüber spricht sich besser. In 14 Tagen bin ich wieder bei Dir, ich freue mich das kannst Du dir denken. Mein Lieb!!! Oh wie freue ich mich! Du –
Jetzt habe ich Probe!!
So, diese Probe wäre vorbei! Hoffentlich kommt Tautenhahn bald. Er wird Freitag, Samstag hier erwartet. Die „Musikalische Situation“ ist überall gleich. Alle jammern. Viele aber ohne Grund. Nun ja – das kann man nur Erzählen. Mein Lieb. Ich freue mich riesig auf unser Wiedersehn, da ich sehe, daß ich allein bleibe. Du und Adolf kommen wahrscheinlich nicht. Leider! Morgen muß ich auf das Consulat – Paßverlängerung – für 10 Tage. Wie geht es eigentlich bei Euch zu hause. Was macht Deine Mutter – ist sie ruhig. Für heute küsse ich Dich bleibe Dein treuer Karl.
Telegramm: ich bin sehr erschrocken, mein Lieb! mehr übers Telegramm als über den Inhalt. Ich dachte es wäre jemand krank – von Euch allen in München meine Lieben. Ach bin ich froh, daß nichts von Krankheit darin stand.
Nun mit Donderer? Saudumm Scherchen sagt: das Konzert muß steigen! und ich bin schwer dahinter her. Wie, weiß ich noch nicht. Heute habe ich meine wichtigsten Daten und meine wichtigsten Werke angegeben für eine kleine Biographie, die vor der Aufführung meines Werkes im Rundfunk vorgetragen wird. Also eine großartige Reklame, es werden nur 4 Konzerte übertragen. Und nun soll mein Konzert ausfallen. Nein – Nein – Nein. Liebe Elisabeth sei ruhig, gehe zur Mutter und sage, daß alles gemacht wird. Du kannst Dir denken, wie ich jetzt arbeite. Tautenhahn hat ein blödes Telegramm an Scherchen gesandt. Ein dummer Bub. Er telegraphierte: Klarinette in Reperatur [sic] – Brief folgt. Man glaubt, man arbeitet mit Kindern. Mein Konzert muß steigen! und wenn ich –
Elisabeth! bleib mir nur gesund. Dann bin ich auch glücklich und nur dann erreichen wir das Ziel. Komm! ich umarme Dich mein Lieb. Komm! ich küsse Dich und mit heißem Verlangen sehne ich mich nach Dir. Grüße Vater und die meinen alle herzlichst.
Lebe wohl! bleib gesund und froh ich denke jede Minute an Dich – oh mein Lieb
In unserer festen Liebe küsse ich Dich mein liebe Elisabeth Dein Karl.
Bringe Mutter auch ein Programm

(P) Straßburg, Freitag (Brief [Briefpapier und Umschlag: „Conservatoire de Musique“] mit Umschlag): E.R. in München (K: 23)

Meine liebe Elisabeth.
Bist du mir wirklich böse. Ja – ! das wäre traurig. Ich glaube vielmehr, Du bist zu ängstlich für mich. Mein Lieb. Glaube mir: ich bin gesund, ich bin nicht überarbeitet: aber ich [bin] nur – verrückt nach Dir. Elisabeth. Nimm mir’s nicht übel – doch ich muß morgens 8 – 11 h arbeiten. Letzte Tage war ein Krach, 3 Herren sind abgefahren – mein Stück war gefährdet. Doch jetzt hat sich alles gelegt. Tautenhahn muß sofort zu Scherchen. (Du wirst wohl wissen, daß Tautenhahn fristlos entlassen worden ist.) Mir tut Tautenhahn sehr leid. Mir ist’s ein großer Schaden, doch ich habe mit Scherchen darüber gesprochen, er wird tun – was er kann. Ich habe heute ein Telegramm an Tautenhahn abgeschickt. Also – Du siehst, es kommen immer neue Einwände und Hindernisse.
Mein Trompeten-Konzert wird sehr wahrscheinlich in Brüssel aufgeführt. Heute spreche ich noch mit Haba wegen Prag und mit Prof. Frey wegen Basel oder Zürich. Vieles ist nicht zum schreiben – darüber spricht sich besser. In 14 Tagen bin ich wieder bei Dir, ich freue mich das kannst Du dir denken. Mein Lieb!!! Oh wie freue ich mich! Du –
Jetzt habe ich Probe!!
So, diese Probe wäre vorbei! Hoffentlich kommt Tautenhahn bald. Er wird Freitag, Samstag hier erwartet. Die „Musikalische Situation“ ist überall gleich. Alle jammern. Viele aber ohne Grund. Nun ja – das kann man nur Erzählen. Mein Lieb. Ich freue mich riesig auf unser Wiedersehn, da ich sehe, daß ich allein bleibe. Du und Adolf kommen wahrscheinlich nicht. Leider! Morgen muß ich auf das Consulat – Paßverlängerung – für 10 Tage. Wie geht es eigentlich bei Euch zu hause. Was macht Deine Mutter – ist sie ruhig. Für heute küsse ich Dich bleibe Dein treuer Karl.
Telegramm: ich bin sehr erschrocken, mein Lieb! mehr übers Telegramm als über den Inhalt. Ich dachte es wäre jemand krank – von Euch allen in München meine Lieben. Ach bin ich froh, daß nichts von Krankheit darin stand.
Nun mit Donderer? Saudumm Scherchen sagt: das Konzert muß steigen! und ich bin schwer dahinter her. Wie, weiß ich noch nicht. Heute habe ich meine wichtigsten Daten und meine wichtigsten Werke angegeben für eine kleine Biographie, die vor der Aufführung meines Werkes im Rundfunk vorgetragen wird. Also eine großartige Reklame, es werden nur 4 Konzerte übertragen. Und nun soll mein Konzert ausfallen. Nein – Nein – Nein. Liebe Elisabeth sei ruhig, gehe zur Mutter und sage, daß alles gemacht wird. Du kannst Dir denken, wie ich jetzt arbeite. Tautenhahn hat ein blödes Telegramm an Scherchen gesandt. Ein dummer Bub. Er telegraphierte: Klarinette in Reperatur [sic] – Brief folgt. Man glaubt, man arbeitet mit Kindern. Mein Konzert muß steigen! und wenn ich –
Elisabeth! bleib mir nur gesund. Dann bin ich auch glücklich und nur dann erreichen wir das Ziel. Komm! ich umarme Dich mein Lieb. Komm! ich küsse Dich und mit heißem Verlangen sehne ich mich nach Dir. Grüße Vater und die meinen alle herzlichst.
Lebe wohl! bleib gesund und froh ich denke jede Minute an Dich – oh mein Lieb
In unserer festen Liebe küsse ich Dich mein liebe Elisabeth Dein Karl.
Bringe Mutter auch ein Programm

(P: München), Freitag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Das ist jetzt alles sehr dumm gegangen. Heute traf ich Adolf u. Donderer. Donderer bekam von Kna. keine Erlaubnis, er reichte jetzt noch um Urlaub ein, er erfährt es heute abend. Doch ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, daß er Urlaub bekommt. Er schickt heute noch die Solostimme ab, daß der andere Trompeter sie üben kann. Hoffentlich kann er einigermaßen an Donderer hin. Auf jeden Fall hoffe ich, daß es Scherchen ermöglichen wird. Du mußt stark auf die Aufführung dringen, es muß gehen. Natürlich ist es nicht dasselbe, wie wenn Donderer spielen würde, doch besser als nichts. Adolf wird voraussichtlich kommen, doch mit dem Zug. Lieber Karl, rege Dich nicht auf, auf jeden Fall bleibe dort bis Ende der Tagung. Noch etwas wird Dich interessieren. 14 Leuten vom Rundfunk wurde gekündigt, darunter auch Tautenhahn, aber nicht Herbert.
Mein lieber Karl, sei jetzt ruhig u. nicht nervös, als Ersatz muß halt d. andere Trompeter gehen. Natürlich ist es großes Pech. Nun grüße ich Dich recht innig, leb wohl, behalt mich lieb und ich bleibe Deine Elisabeth!

(P: München), Freitag (Karte): KAH in Straßburg (Hummel)

Mein lieber Karl!
Das ist jetzt alles sehr dumm gegangen. Heute traf ich Adolf u. Donderer. Donderer bekam von Kna. keine Erlaubnis, er reichte jetzt noch um Urlaub ein, er erfährt es heute abend. Doch ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, daß er Urlaub bekommt. Er schickt heute noch die Solostimme ab, daß der andere Trompeter sie üben kann. Hoffentlich kann er einigermaßen an Donderer hin. Auf jeden Fall hoffe ich, daß es Scherchen ermöglichen wird. Du mußt stark auf die Aufführung dringen, es muß gehen. Natürlich ist es nicht dasselbe, wie wenn Donderer spielen würde, doch besser als nichts. Adolf wird voraussichtlich kommen, doch mit dem Zug. Lieber Karl, rege Dich nicht auf, auf jeden Fall bleibe dort bis Ende der Tagung. Noch etwas wird Dich interessieren. 14 Leuten vom Rundfunk wurde gekündigt, darunter auch Tautenhahn, aber nicht Herbert.
Mein lieber Karl, sei jetzt ruhig u. nicht nervös, als Ersatz muß halt d. andere Trompeter gehen. Natürlich ist es großes Pech. Nun grüße ich Dich recht innig, leb wohl, behalt mich lieb und ich bleibe Deine Elisabeth!