(P: München), Freitag (Karte): E.R. in Oberstdorf

Fertig mit der Arbeit.
Liebste Elisabeth. Heute bin ich fertig geworden. Bin ich froh. Vielen Dank für Deinen Briefe [sic]. Nun sind die paar Tage bald bald vorüber. Grüße vielmals Papa. Hoffentlich kommst Du gesund am Montag wieder bis dahin bleibe ich Dein Karl

Oberstdorf (Brief): KAH in München

Mein einzig geliebter Karl!
Was macht Deine Arbeit? Hoffentlich glückt sie Dir weiterhin so gut. Du bist mit den Gedichten etwas sehr ungeduldig. Bedenke doch, daß sie noch gar [nicht] hier sein können. 1. wird sich Vigué kein Bein auslaufen sie zu bekommen, er wird halt einmal im Laufe der letzten Wochen an Cocteau geschrieben haben. Dann weißt Du ja auch nicht, ob sich C. so beeilt, dieselben zu besorgen, ihm wird das nicht so wichtig erscheinen. Oder ob er überhaupt z. Z. zuhause ist. Diese Dinge bekommt man nie so schnell. Wenn gar nichts zu machen wäre, hätte V. sicher geschrieben. Wenn du am Samstag mit Deinem „Miserae“ fertig wurdest mußt Du aber Sonntag gut ausruhen. Das bist Du uns schuldig. Jetzt bin ich froh, daß Du bei dem Wetter nicht hier bist, Du hättest nicht viel davon gehabt. Gestern regnete es wieder den ganzen Tag, heute scheint es etwas besser zu werden. Ich schreibe nämlich noch im Bett. Am Sonntag um ½ 9 h kommen wir in München an ich werde Dich dann noch im Laufe des Abends anrufen, Du brauchst aber nicht extra zuhause bleiben, wenn Du mit noch mit den anderen zu einem Glas Bier fort willst.
Ich habe es jetzt reichlich satt hier zu sein, auch mit P. Es ist sehr schwer da unterhaltsam zu sein. Nun mein lieber Karl leb wohl auf ein glückliches, frohes Wiedersehen am Montag freut sich riesig
Deine dichliebende Elisabeth.
Jetzt gehe ich aber nicht mehr so bald weg von Dir, jetzt mag ich nicht mehr.

Oberstdorf (Brief): KAH in München

Mein einzig geliebter Karl!
Was macht Deine Arbeit? Hoffentlich glückt sie Dir weiterhin so gut. Du bist mit den Gedichten etwas sehr ungeduldig. Bedenke doch, daß sie noch gar [nicht] hier sein können. 1. wird sich Vigué kein Bein auslaufen sie zu bekommen, er wird halt einmal im Laufe der letzten Wochen an Cocteau geschrieben haben. Dann weißt Du ja auch nicht, ob sich C. so beeilt, dieselben zu besorgen, ihm wird das nicht so wichtig erscheinen. Oder ob er überhaupt z. Z. zuhause ist. Diese Dinge bekommt man nie so schnell. Wenn gar nichts zu machen wäre, hätte V. sicher geschrieben. Wenn du am Samstag mit Deinem „Miserae“ fertig wurdest mußt Du aber Sonntag gut ausruhen. Das bist Du uns schuldig. Jetzt bin ich froh, daß Du bei dem Wetter nicht hier bist, Du hättest nicht viel davon gehabt. Gestern regnete es wieder den ganzen Tag, heute scheint es etwas besser zu werden. Ich schreibe nämlich noch im Bett. Am Sonntag um ½ 9 h kommen wir in München an ich werde Dich dann noch im Laufe des Abends anrufen, Du brauchst aber nicht extra zuhause bleiben, wenn Du mit noch mit den anderen zu einem Glas Bier fort willst.
Ich habe es jetzt reichlich satt hier zu sein, auch mit P. Es ist sehr schwer da unterhaltsam zu sein. Nun mein lieber Karl leb wohl auf ein glückliches, frohes Wiedersehen am Montag freut sich riesig
Deine dichliebende Elisabeth.
Jetzt gehe ich aber nicht mehr so bald weg von Dir, jetzt mag ich nicht mehr.

  • Jahr
  • Undatiert, um den 30.08.1934

München, Montag (Brief): KAH in der Schweiz

München, den 7. 11. 38.

Mein innig geliebter Karl!
Vielen Dank für Deine Karten. Mein einziger Karl, sei doch etwas froher. Im Grund hast Du doch keinen Anlaß so niedergeschlagen zu sein. Du hast immer mehr und mehr Erfolg, und daß es so schnell gehen soll kann man nicht verlangen. Natürlich wirst Du kaum von jemandem verstanden, aber das ist noch allen, die über dem Durchschnitt standen so ergangen. Bedenke doch, wie es all den großen Männern in der Jugend gemacht wurde. Da darfst Du es auch nicht anders erwarten. Und Du mußt durchhalten, das bist Du Dir und der übrigen Mitwelt schuldig. Ich habe das sichere Gefühl und weiß bestimmt, daß Du das erreichen wirst, was Dir vorschwebt. Du bist jetzt überreizt und nervös. Wenn Du wieder etwas ausgeruht hast, wirst Du alles mit anderen Augen ansehen. Also werde wieder ruhig und kehre zu mir lieb zurück.
Dallapiccola hat einen Brief geschrieben. Er schrieb, daß er immer auf Antwort von Bormann gewartet hat, doch bis jetzt vergebens. Ich finde das ungezogen von Erich, dem großen Herrn mit Frau!! Er schreibt, er hätte mit Petrassi gesprochen, wie man über Dich immer sprechen sollte, und hofft sehr, daß Du in Venedig aufgeführt wirst. Sein Jugendwerk wurde in Salzburg nicht aufgeführt, weil die Grenze sehr genau kontrolliert und da ist das Werk einige Tage liegen geblieben. Seine Adresse ist: Firenze, 28, viale Margherita. Er arbeitet an seiner neuen Oper.
Adolf geht es gut, da brauchst Du keine Angst zu haben. Richardi ist immer sehr, sehr übermütig, manchmal macht das richtig nervös, aber er ist halt ein Kind. Er spricht immer viel von Dir.
Mein lieber Karl, bleibe so lange Du willst, ich freue mich sehr, auf Dich, aber auf ein paar Tage kommt es nicht an. Bleibe ruhig bis zum 25. November. Sei versichert, daß ich immer mit großer Liebe nur an Dir allein hänge und immer Deine Elisabeth bin.

München, Montag (Brief): KAH in der Schweiz

München, den 7. 11. 38.

Mein innig geliebter Karl!
Vielen Dank für Deine Karten. Mein einziger Karl, sei doch etwas froher. Im Grund hast Du doch keinen Anlaß so niedergeschlagen zu sein. Du hast immer mehr und mehr Erfolg, und daß es so schnell gehen soll kann man nicht verlangen. Natürlich wirst Du kaum von jemandem verstanden, aber das ist noch allen, die über dem Durchschnitt standen so ergangen. Bedenke doch, wie es all den großen Männern in der Jugend gemacht wurde. Da darfst Du es auch nicht anders erwarten. Und Du mußt durchhalten, das bist Du Dir und der übrigen Mitwelt schuldig. Ich habe das sichere Gefühl und weiß bestimmt, daß Du das erreichen wirst, was Dir vorschwebt. Du bist jetzt überreizt und nervös. Wenn Du wieder etwas ausgeruht hast, wirst Du alles mit anderen Augen ansehen. Also werde wieder ruhig und kehre zu mir lieb zurück.
Dallapiccola hat einen Brief geschrieben. Er schrieb, daß er immer auf Antwort von Bormann gewartet hat, doch bis jetzt vergebens. Ich finde das ungezogen von Erich, dem großen Herrn mit Frau!! Er schreibt, er hätte mit Petrassi gesprochen, wie man über Dich immer sprechen sollte, und hofft sehr, daß Du in Venedig aufgeführt wirst. Sein Jugendwerk wurde in Salzburg nicht aufgeführt, weil die Grenze sehr genau kontrolliert und da ist das Werk einige Tage liegen geblieben. Seine Adresse ist: Firenze, 28, viale Margherita. Er arbeitet an seiner neuen Oper.
Adolf geht es gut, da brauchst Du keine Angst zu haben. Richardi ist immer sehr, sehr übermütig, manchmal macht das richtig nervös, aber er ist halt ein Kind. Er spricht immer viel von Dir.
Mein lieber Karl, bleibe so lange Du willst, ich freue mich sehr, auf Dich, aber auf ein paar Tage kommt es nicht an. Bleibe ruhig bis zum 25. November. Sei versichert, daß ich immer mit großer Liebe nur an Dir allein hänge und immer Deine Elisabeth bin.

  • Date
  • 7 Nov 1938

Oberstdorf (Briefkarte): KAH in München

Mein lieber, lieber Karl!
Endlich kam Dein langersehnter Brief. Scheinbar ist die Postverbindung hierher sehr schlecht. Du schreibst mir gar keine Neuigkeit, daß Du wieder einen Teil Deines „Miserae“ verbrannt hast, das habe ich schon lange erwartet. Ich müßte Dich da doch nicht kennen, wenn ich das nicht im voraus gewußt hätte. Doch ich bin froh, daß Du jetzt mit deinem Werk zufrieden bist, ich weiß das gibt Dir immer die letzte Befriedigung. Mein Karl, es ist doch schön, wenn man an etwas bestimmtem arbeiten kann, das einem dann Ruhe bringt und ich freue mich jedesmal mit Dir, wenn Du etwas neues geschaffen hast. Hoffentlich bekommst Du die Gedichte bald. Ich selbst wäre so froh.
Lieber Karl, ich bin hier sehr brav. Ruhe viel, esse viel und mache keine allzu großen Spaziergänge. Körbe habe ich auch schon viele ausgeteilt, weil hier abends immer viel getanzt wird. Das Wetter ist sehr launisch. Einmal schön, einmal schlecht. Überanstrengen darfst Du Dich aber auch nicht. Wie langsam geht hier doch die Zeit, ich freue mich schon riesig auf den Montag.
Nun lebe wohl, sei tausendmal geküßt von Deiner Elisabeth.
Papa ist immer gleich, soeben fuhr er auf 3 Std. nach Sonthofen.

Oberstdorf (Briefkarte): KAH in München

Mein lieber, lieber Karl!
Endlich kam Dein langersehnter Brief. Scheinbar ist die Postverbindung hierher sehr schlecht. Du schreibst mir gar keine Neuigkeit, daß Du wieder einen Teil Deines „Miserae“ verbrannt hast, das habe ich schon lange erwartet. Ich müßte Dich da doch nicht kennen, wenn ich das nicht im voraus gewußt hätte. Doch ich bin froh, daß Du jetzt mit deinem Werk zufrieden bist, ich weiß das gibt Dir immer die letzte Befriedigung. Mein Karl, es ist doch schön, wenn man an etwas bestimmtem arbeiten kann, das einem dann Ruhe bringt und ich freue mich jedesmal mit Dir, wenn Du etwas neues geschaffen hast. Hoffentlich bekommst Du die Gedichte bald. Ich selbst wäre so froh.
Lieber Karl, ich bin hier sehr brav. Ruhe viel, esse viel und mache keine allzu großen Spaziergänge. Körbe habe ich auch schon viele ausgeteilt, weil hier abends immer viel getanzt wird. Das Wetter ist sehr launisch. Einmal schön, einmal schlecht. Überanstrengen darfst Du Dich aber auch nicht. Wie langsam geht hier doch die Zeit, ich freue mich schon riesig auf den Montag.
Nun lebe wohl, sei tausendmal geküßt von Deiner Elisabeth.
Papa ist immer gleich, soeben fuhr er auf 3 Std. nach Sonthofen.

  • Jahr
  • Undatiert, um den 30.08.1934

München, Dienstag (Brief mit Umschlag): E.R. in Oberstdorf (Postlagernd)

Meine liebe liebe Elisabeth!
Hoffentlich seid Ihr gut angekommen!
Ich habe zum Teil mein „Miserae“ vernichtet. Doch ich arbeite jetzt wie wild daran. Jetzt wird es schön!! Fast von Anfang an, habe ich alles verbrannt. Nun schreibe ich gleich alles in Reinschrift. Nun kommt die Kraft und Energie hinein. Wann ich fertig werde, weiß ich allerdings nicht mehr. Auf alle Fälle was das „miserae“ bis jetzt mein größtes Sorgenkind. Du kannst Dir denken, mein Lieb, daß ich jetzt elendig schufte – aber [Du] siehst das ist mein Element. Ich warte auf die Gedichte!
Wie ist das Wetter bei Euch? Hoffentlich besser! Wie ist Papa? Ruhe Dich nur fest aus. Unternimm keine großen Touren. Also es bleibt bei Montag. Ich freue mich auf unser Wiedersehn.
Ich umarme Dich küsse Dich innig und bleibe Dein Karl.

München, Dienstag (Brief mit Umschlag): E.R. in Oberstdorf (Postlagernd)

Meine liebe liebe Elisabeth!
Hoffentlich seid Ihr gut angekommen!
Ich habe zum Teil mein „Miserae“ vernichtet. Doch ich arbeite jetzt wie wild daran. Jetzt wird es schön!! Fast von Anfang an, habe ich alles verbrannt. Nun schreibe ich gleich alles in Reinschrift. Nun kommt die Kraft und Energie hinein. Wann ich fertig werde, weiß ich allerdings nicht mehr. Auf alle Fälle was das „miserae“ bis jetzt mein größtes Sorgenkind. Du kannst Dir denken, mein Lieb, daß ich jetzt elendig schufte – aber [Du] siehst das ist mein Element. Ich warte auf die Gedichte!
Wie ist das Wetter bei Euch? Hoffentlich besser! Wie ist Papa? Ruhe Dich nur fest aus. Unternimm keine großen Touren. Also es bleibt bei Montag. Ich freue mich auf unser Wiedersehn.
Ich umarme Dich küsse Dich innig und bleibe Dein Karl.

  • Date
  • 28 Aug 1934

(P: Zürich), Montag (Karte): E.H. in München (W: 8)

Meine Liebe.
Ich will Dir nur meine Grüße senden. Heute nachmittag gehe ich zu Frey (Lamento) um ½ 4 Beidler (Simpl). Das wird der letzte Angriff wegen des „Simpls“. Ich fahre nicht eher bis ich eine deffinitive Antwort oder Bescheid habe. Also Los!! Grüße alle! Am Mittwoch fahre ich nach Winterthur zum Konzert auch. (Scherchen dirigiert).
Du weiß immer und stets bin und bleibe ich Dein Krl.
Was macht mein Bubi. Grüße Adolf
In Winterthur werde ich alle Deine Post vorfinden.

(P: Zürich), Montag (Karte): E.H. in München (W: 8)

Meine Liebe.
Ich will Dir nur meine Grüße senden. Heute nachmittag gehe ich zu Frey (Lamento) um ½ 4 Beidler (Simpl). Das wird der letzte Angriff wegen des „Simpls“. Ich fahre nicht eher bis ich eine deffinitive Antwort oder Bescheid habe. Also Los!! Grüße alle! Am Mittwoch fahre ich nach Winterthur zum Konzert auch. (Scherchen dirigiert).
Du weiß immer und stets bin und bleibe ich Dein Krl.
Was macht mein Bubi. Grüße Adolf
In Winterthur werde ich alle Deine Post vorfinden.

  • Date
  • 7 Nov 1938

(P: München), Montag (Brief mit Umschlag): E.R. in Halle/Saale (Hauptpostlagernd)

München, August 34.
Meine liebe liebe Elisabeth.
Das Manuskript der 1 Arie habe ich vernichtet. Ich warte, warte auf den Cocteau?
Nun habe ich eine Arbeit in Angriff genommen vor der mich’s bang war – Miserae – schreibe ich rein! in 14 Tagen werde ich fertig werden, darf aber nicht unterbrechen. Ich bin froh, dann ist diese Arbeit weg. Glücklich wäre ich, wenn Du jetzt da wärest. Wie lange bist Du schon weg – 1 oder 2 Jahre? mir kommt es so vor.
Meine Elisabeth ich freue mich heiß auf unser Wiedersehn! Ich küsse Dir die Hände unarme Dich und bleibe Dein Karl

(P: München), Montag (Brief mit Umschlag): E.R. in Halle/Saale (Hauptpostlagernd)

München, August 34.
Meine liebe liebe Elisabeth.
Das Manuskript der 1 Arie habe ich vernichtet. Ich warte, warte auf den Cocteau?
Nun habe ich eine Arbeit in Angriff genommen vor der mich’s bang war – Miserae – schreibe ich rein! in 14 Tagen werde ich fertig werden, darf aber nicht unterbrechen. Ich bin froh, dann ist diese Arbeit weg. Glücklich wäre ich, wenn Du jetzt da wärest. Wie lange bist Du schon weg – 1 oder 2 Jahre? mir kommt es so vor.
Meine Elisabeth ich freue mich heiß auf unser Wiedersehn! Ich küsse Dir die Hände unarme Dich und bleibe Dein Karl

  • Date
  • 13 Aug 1934

Dresden (Karte): KAH in München (E: 18)

Mein lieber Karl!
Etwas schreibfaul bist Du ja schon. Heute haben wir den ganzen Tag Dresden angesehen. In den beiden Museen sind sehr schöne Bilder, besonders schöne Franzosen sind dort. Dieses Bild gefiel mir in Wirklichkeit sehr gut, nur ist es hier wegen der Farben so schlecht. Am Samstag kommen wir in München an, ich werde Dich anrufen, wenn es nicht zu spät wird, was ich befürchte.
Auf Wiedersehen Deine Elisabeth
Ich erzähle Dir dann mündlich, was ich dahin geschrieben hatte [am oberen Rand unkenntlich gemacht].

Dresden (Karte): KAH in München (E: 18)

Mein lieber Karl!
Etwas schreibfaul bist Du ja schon. Heute haben wir den ganzen Tag Dresden angesehen. In den beiden Museen sind sehr schöne Bilder, besonders schöne Franzosen sind dort. Dieses Bild gefiel mir in Wirklichkeit sehr gut, nur ist es hier wegen der Farben so schlecht. Am Samstag kommen wir in München an, ich werde Dich anrufen, wenn es nicht zu spät wird, was ich befürchte.
Auf Wiedersehen Deine Elisabeth
Ich erzähle Dir dann mündlich, was ich dahin geschrieben hatte [am oberen Rand unkenntlich gemacht].

  • Jahr
  • Undatiert, August 1934

(P: München), Sonntag (Karte): KAH in Winterthur (Klemm)

d. 6. 11. 38.

Mein lieber, lieber Karl!
Heute möchte ich Dir liebe Grüßen senden und Dir sagen, daß bei uns alles wohlauf ist. Hoffentlich Du auch und hoffentlich bist Du nicht zu sehr überanstrengt. Ruhe Dich nur auch etwas aus. Heute kam die Zeitschrift von Skulsky. Soll ich sie Dir schicken? Es steht eine kurze Beschreibung über Dich darin, wo Du geboren bist u.s.w. und Deine anderen Werke sind darin aufgezählt. Außerdem die beiden Clichéeseiten Deines Quartetts. Die Adresse von Jemnitz ist: Budapest VII Bulyoszky-ucca 21.
Wenn ich für Dich irgendeine Post erledigen soll, so teile es mir bitte mit. Morgen schreibe ich Dir einen Brief. Bin heute nacht in der Wilhelmstr. wo es viel schöner ist, aber nur etwas kalt. Gestern Samstagabend waren wir in King-Kong, das erstemal abends aus, seit Du fort bist. Sehr solide, nicht wahr.
Für heute alles Liebe und Familie Klemm mit Sepp herzliche Grüße
immer u. stets Deine Elisabeth.

(P: München), Sonntag (Karte): KAH in Winterthur (Klemm)

d. 6. 11. 38.

Mein lieber, lieber Karl!
Heute möchte ich Dir liebe Grüßen senden und Dir sagen, daß bei uns alles wohlauf ist. Hoffentlich Du auch und hoffentlich bist Du nicht zu sehr überanstrengt. Ruhe Dich nur auch etwas aus. Heute kam die Zeitschrift von Skulsky. Soll ich sie Dir schicken? Es steht eine kurze Beschreibung über Dich darin, wo Du geboren bist u.s.w. und Deine anderen Werke sind darin aufgezählt. Außerdem die beiden Clichéeseiten Deines Quartetts. Die Adresse von Jemnitz ist: Budapest VII Bulyoszky-ucca 21.
Wenn ich für Dich irgendeine Post erledigen soll, so teile es mir bitte mit. Morgen schreibe ich Dir einen Brief. Bin heute nacht in der Wilhelmstr. wo es viel schöner ist, aber nur etwas kalt. Gestern Samstagabend waren wir in King-Kong, das erstemal abends aus, seit Du fort bist. Sehr solide, nicht wahr.
Für heute alles Liebe und Familie Klemm mit Sepp herzliche Grüße
immer u. stets Deine Elisabeth.

  • Date
  • 6 Nov 1938

(P: München), Freitag (Brief mit Umschlag): E.R. in Arnshausen

München, August 34.
Meine liebe Elisabeth!
Schluß damit! Es hat keinen Zweck weiter zu arbeiten mit diesem Text. Büchner wirkt nicht. Wenn ich das Ganze als Musikdramatisch behandle – dann sehen, aber ich gehe doch nicht 10 Jahre zurück. Nein – was Neues – ? Was?? Wenn Du nur da wärest! −
Für heute nicht mehr – ich freue mich riesig auf unser Wiedersehn! Komm bald!
Unter Küssen bleibe ich Dein Karl

(P: München), Freitag (Brief mit Umschlag): E.R. in Arnshausen

München, August 34.
Meine liebe Elisabeth!
Schluß damit! Es hat keinen Zweck weiter zu arbeiten mit diesem Text. Büchner wirkt nicht. Wenn ich das Ganze als Musikdramatisch behandle – dann sehen, aber ich gehe doch nicht 10 Jahre zurück. Nein – was Neues – ? Was?? Wenn Du nur da wärest! −
Für heute nicht mehr – ich freue mich riesig auf unser Wiedersehn! Komm bald!
Unter Küssen bleibe ich Dein Karl

  • Date
  • 10 Aug 1934