Am 16. Juni 2015 interpretierten Vladimir Jurowski, einer der renommiertesten und interessantesten Dirigenten seiner Generation, und Vladimir Spivakov (Violine) mit dem State Academic Symphony Orchestra of Russia „Evgeny Svetlanov“ Karl Amadeus Hartmanns „Concerto funebre“ im Tschaikowsky-Konzertsaal in Moskau.
„Hartmann und Henze“ – Vortrag von Peter Petersen
Am 26. Oktober 2013 hielt der renommierte Henze-Forscher Prof. Dr. Peter Petersen für die PROJEKTINSEL HARTMANN-HENZE im Rahmen des „Karl-Amadeus-Hartmann-Jahres 2013“ (2012-2014) einen Vortrag mit dem Titel „Henze und Hartmann.
Anmerkungen zu einer asymmetrischen Künstlerfreundschaft“, in dem er ihrer persönlichen und künstlerischen Freundschaft unter Bezugnahme auf den ausführlichen Briefwechsel der beiden Komponisten nachspürte.
Gerne möchten wir den Vortrag hiermit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie finden ihn im Menüpunkt „Musikwissenschaftliche Texte“ hier im Archiv!
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„Klänge des Friedens!?“ – Vortrag von Dieter Senghaas
Unter dem Titel „Klänge des Friedens!?“ erarbeitete der international renommierte Friedens-, Konflikt- und Entwicklungsforscher Prof. em. Dr. Dr. Dieter Senghaas (Universität Bremen) für die PROJEKTINSEL HARTMANN-NONO im Rahmen des „Karl-Amadeus-Hartmann-Jahres 2013“ (2012-2014) einen kapitalen, richtungsweisenden Vortrag.
Es wird dabei der Frage nachgespürt, inwieweit Kunst als sogenannter „weicher Indikator“ zur Deeskalation beitragen, bzw. als frühzeitige Warnung auf drohende Fehlentwicklungen des seelischen Haushalts einer Gesellschaft aufmerksam machen kann.
Gerade Komponisten wie Hartmann, die einen Sensus für gesellschaftspolitische Missstände haben, die mit seismografischer Antenne noch nicht offenkundige Entwicklungen wahrnehmen, ihre ggf. verhängnisvolle Dynamik aufspüren und sich mit Ihrer Kunst damit auseinandersetzen, bieten sich da an. Die Forschung spricht dabei von der Fähigkeit des „early warning“.
Hartmann hat schon Jahre vor 1933 auf jede Art und Weise vor der Gefahr des Nationalsozialismus für die Gesellschaft, die Menschheit, den Humanismus gewarnt. In jedem Werk thematisierte er dies auf andere Weise und beschwor in Allianzen zwischen den Kulturen, den Religionen sowie den Völkern den Widerstand; zeigte Alternativen auf, zeichnete ein anderes Weltbild. Erstaunlich ist auch, dass er in seinem letzten Werk, der „Gesangsszene“ für Bariton und Orchester, erneut die Fähigkeit des „early warning“ bewies: Texte Jean Giraudouxs assimilierend, vermittelt er eine apokalyptische Vision über das Ende einer sich rauschhaft in eine Todesspirale hineinbegebende Zivilisation.
Die anfängliche Fortschrittsdynamik verkehrt sich nicht nur in Rückschritt, sondern in den Untergang, in das „Übel der großen Reiche, das tödliche Übel“. Untergang der Bankenwelt, der gesellschaftlichen Strukturen, Atomtkatastrophe, Krieg und das tödlichste Übel: dass auch der „Seelenschatz“ verlustig geht. Der Vortrag wurde am 20. März 2013 im Münchner Stadtmuseum gehalten.
Lesen Sie den kompletten Vortrag unter dem Menüpunkt „Musikwissenschaftliche Texte“ hier im Archiv!
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Interessante CD-Neuerscheinungen bei Challenge Records
Das verdienstvolle niederländische Label Challenge Classics hat dafür gesorgt, dass die Hartmann-Diskografie um einige wesentliche Beiträge bereichert wurde.
Bereits Anfang 2014 erschien eine neue Gesamtaufnahme der acht Symphonien Hartmanns mit der Niederländischen Radio-Philharmonie. Es handelt sich um Live-Aufnahmen unter der Leitung der Dirigenten Ingo Metzmacher, Christoph Poppen, Michael Schönwandt, Markus Stenz, Osmo Vänskä und James Gaffigan – auf drei SACDs. Das FONO FORUM sprach angesichts der durchweg hervorragenden künstlerischen und klanglichen Qualität der Einspielungen von einer „neuen Referenz“.
Ebenfalls mit der Niederländischen Radiophilharmonie kam eine Neueinspielung von Hartmanns Oper „Simplicius Simplicissimus“ (in der revidierten Version von 1957) zustande. Die Titelrolle singt Juliane Banse; am Pult des Orchesters steht Markus Stenz. Der Einspielung liegt eine Live-Aufführung vom 24. November 2012 im Concertgebouw Amsterdam zugrunde.
Schlussendlich präsentiert der Geiger Linus Roth auf Challenge Classics seine Interpretation des „Concerto funebre“ – gekoppelt mit Werken von Mieczyslaw Weinberg sowie der Erstaufnahme einer unvollendeten Violinsonate von Dmitri Schostakowitsch.
Erfolg für Hartmanns „Gesangsszene“
Christian Gerhaher und Kirill Petrenko interpretierten im April 2015 mit dem Bayerischen Staatsorchester Karl Amadeus Hartmanns „Gesangsszene“ in München, Budapest und Wien.
Hier ein Überblick über das Echo in der Presselandschaft:
Süddeutsche Zeitung, 14. April
Süddeutsche Zeitung, 24. April
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Der Geschäftsführer Andreas H. Baumgartner verabschiedet die scheidenden Vorstände
Andreas H. Baumgartner mit den scheidenden Vorständen Bernhard Pfau, Kurt Scharl und Dr. Raphael Woebs (v.l.n.r.) am12. Dezember 2014.
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Neuer Vorstand
Pressemitteilung
München, den 06.02.2015
Die Mitgliederversammlung der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e. V. hat am 16. Dezember 2014 einen neuen Vorstand gewählt. Unter dem Vorsitz des im Amt bestätigten Geschäftsführers Andreas Hérm Baumgartner (Dirigent, Künstlerischer Leiter) wurden der Dirigent Christoph Poppen als Präsident, der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Rathert (LMU-München) als stellv. Geschäftsführer, der Rechtsanwalt Andreas Ammersbach als Schatzmeister sowie der Musikwissenschaftler Thomas Schulz als Schriftführer/Medienvorstand in den Vorstand berufen.
Zu den Mitgliedern der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft zählen neben Musikinteressierten, Wissenschaftlern vor allem auch Persönlichkeiten aus dem nationalen wie internationalen Kulturleben, darunter u. a. Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann, Udo Zimmermann, Friedrich Cerha, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Marek Janowski, Kurt Masur, Thomas Zehetmair, Ingolf Turban, Siegfried Mauser und Reinhold Kreile.
Kontakt:
Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e. V.
Franz-Joseph-Str. 20
D-80801 München
Tel: +49 (0)89 34 79 67
Fax: +49 (0) 3212 1357 315
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Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung 2011
Tagesordnung:
Ordentliche Mitgliederversammlung 2011
Am 09.12.2011, 16.30 Uhr
- Begrüßung
- Bericht des Vorstands zur Lage der Gesellschaft
- Bericht des Schatzmeisters über das Geschäftsjahr 2010
- Bericht des Rechnungsprüfers über das Geschäftsjahr 2009
- Entlastung des Vorstands
- Wahl des Rechnungsprüfers für 2010
- Kurzer Rückblick über die Aktivitäten der Gesellschaft 2011
- „Karl-Amadeus-Hartmann-Jahr 2013“
- Sonstiges (z.B. auch Anliegen, Vorschläge der Mitglieder, offene Diskussion)
Etwaige Änderungen bzw. Ergänzungen behält sich der Vorstand vor.
Andreas Hérm Baumgartner
Geschäftsführer der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e.V.
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Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch über das Hartmann-Jahr 2013
Es ist uns gelungen, Herrn Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch für die Schirmherrschaft über das Karl-Amadeus-Hartmann-Jahr 2013 gewinnen!
Auch über dieses Medium möchten wir unseren herzlichen Dank ausdrücken. Das ist ein ganz wichtiges Signal des Freistaates Bayern, das die Bedeutung des Komponisten auch in Bayern ausdrückt.
Mit Unterstützung des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst versucht die Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e.V. die Initiierung und Koordinierung vielfältigster Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen etc.. Des Weiteren sollen erstmalig auch wissenschaftliche Arbeiten zu bestimmten Themata aus Hartmanns Werk vergeben werden.
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Karl-Amadeus-Hartmann-Jahr 2013
Im Jahr 2013 begeht die Musikwelt den 50. Todestag Karl Amadeus Hartmanns.
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat sich deshalb entschlossen, ein „Karl-Amadeus-Hartmann-Jahr 2013“ auszurufen.
Die Schirmherrschaft wird Herr Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch übernehmen.
Die Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e.V. tritt dabei als Initiator, Schnittstelle, Impulsgeber, Veranstalter und als Organisator auf.
Künstlerischer Leiter des Festivals ist der Dirigent Andreas Hérm Baumgartner.
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