Winterthur, Samstag (Karte)

„Vielen Dank für Deine Post.“
Besuch bei [Walter] Frey, dem er am Montag einen Brief schicken möchte.
Konzert von [Fritz (?)] Straub in München „(da verdiene ich 100 M)“.

Genf, Montag (Karte)

„Heute war ich bei de Blonay, meine Elisabeth.“
Kühle Atmosphäre; dennoch will ihm KAH sein „Lamento“ zuschicken. Bei Chartier (Radio) kein Erfolg. KAH hofft nun auf [Ernest] Ansermet. Plant noch Besuche bei Walter Frey und [Othmar] Schoeck. Hermann [Scherchen], „der halbgebildete ist so läppisch, daß es einen anwidert. Nur Bach und Haydn sind die großen Komponisten – der ist schlimmer als alle Gegner der Neuen Musik.“
→Fahrt nach Bern (heute). Plant Besuch bei dem Dirigenten Luc Balmer
→Morgen Fahrt nach Winterthur.

Genf, Montag (Karte)

„Heute war ich bei de Blonay, meine Elisabeth.“
Kühle Atmosphäre; dennoch will ihm KAH sein „Lamento“ zuschicken. Bei Chartier (Radio) kein Erfolg. KAH hofft nun auf [Ernest] Ansermet. Plant noch Besuche bei Walter Frey und [Othmar] Schoeck. Hermann [Scherchen], „der halbgebildete ist so läppisch, daß es einen anwidert. Nur Bach und Haydn sind die großen Komponisten – der ist schlimmer als alle Gegner der Neuen Musik.“
→Fahrt nach Bern (heute). Plant Besuch bei dem Dirigenten Luc Balmer
→Morgen Fahrt nach Winterthur.

Winterthur (Brief; 3. Brief (4. Post))

„Wie geht es Euch wohl.“
Hermann Albers [= Scherchen] getroffen, der nach dem „Concert“ bzw. „Streicherconcert“ frug [wohl „Werk für Streichorchester“; vgl. auch: „Ich arbeite jetzt an einer Symphonie für Streicher“; spätere „Symphonie l’œuvre“]. KAH soll zu [Werner] Reinhart gehen und die Partitur „des Streichorchesters“ vorlegen, was KAH demütigend findet, weil Reinhart davon nichts versteht. Scherchen fragt nach Aufführungen des 1. Streichquartetts. Kritik Scherchens an [Alban (?)] Berg.
H. fragt nach einer Aufführungsmöglichkeit seiner Oper [Simplicius] in Brüssel oder Winterthur. Sch. Abweisend.
Zürich, Stadttheater: Moliere – Strauss „Der Bürger als Edelmann“
Notabene: Aufführung eines Werks von Hindemith in Florenz während der Festspiele. „Warum nicht Hartmann in Venedig“.
Frage, ob [Luigi] Dallapiccola schon geschrieben hat.
„Nun habe ich zwei Verlage: Obrecht [Verleger von Thomas Mann] und Rascher beide in Zürich“

Winterthur (Brief; 3. Brief (4. Post))

„Wie geht es Euch wohl.“
Hermann Albers [= Scherchen] getroffen, der nach dem „Concert“ bzw. „Streicherconcert“ frug [wohl „Werk für Streichorchester“; vgl. auch: „Ich arbeite jetzt an einer Symphonie für Streicher“; spätere „Symphonie l’œuvre“]. KAH soll zu [Werner] Reinhart gehen und die Partitur „des Streichorchesters“ vorlegen, was KAH demütigend findet, weil Reinhart davon nichts versteht. Scherchen fragt nach Aufführungen des 1. Streichquartetts. Kritik Scherchens an [Alban (?)] Berg.
H. fragt nach einer Aufführungsmöglichkeit seiner Oper [Simplicius] in Brüssel oder Winterthur. Sch. Abweisend.
Zürich, Stadttheater: Moliere – Strauss „Der Bürger als Edelmann“
Notabene: Aufführung eines Werks von Hindemith in Florenz während der Festspiele. „Warum nicht Hartmann in Venedig“.
Frage, ob [Luigi] Dallapiccola schon geschrieben hat.
„Nun habe ich zwei Verlage: Obrecht [Verleger von Thomas Mann] und Rascher beide in Zürich“

Zürich, Freitag (Karte)

„Mir geht es besser.“
Besuch bei [Walter] Frey, der vom „Lamento“ (1. Fassung für Sopran und Klavier) begeistert war. Frey plant, dieses Stück mit seiner Frau in Zürich und Genf aufzuführen.

Winterthur, Montag (Karte)

„Vielen Dank für Eure 2 Briefe und 2 Karten liebe Elisabeth und mein lieber Richard.“
Bittet um die Zusendung seiner Geige, weil er gerne etwas arbeiten würde.
Nachricht, daß Bormanns [Erich Bormann] nicht nach Junkersdorf kommen. KAH hat aber auch keine Lust in München.
Frage, warum es bei Lettenbauers nicht geht.
H. bedauert, daß Mahlers ,Lied von der Erde‘ erst am 5. April aufgeführt wird (Erkrankung der Sängerin).
Bittet um Zusendung des Inhaltsverzeichnisses und des 1. Kapitels des Nijinsky-Buches.
Adolf soll an Fabers schreiben.
„Herr Sutér geht es schlecht – er wird wahrscheinlich sterben.“
→Am Mittwoch Fahrt nach Basel

Winterthur, Montag (Karte)

„Vielen Dank für Eure 2 Briefe und 2 Karten liebe Elisabeth und mein lieber Richard.“
Bittet um die Zusendung seiner Geige, weil er gerne etwas arbeiten würde.
Nachricht, daß Bormanns [Erich Bormann] nicht nach Junkersdorf kommen. KAH hat aber auch keine Lust in München.
Frage, warum es bei Lettenbauers nicht geht.
H. bedauert, daß Mahlers ,Lied von der Erde‘ erst am 5. April aufgeführt wird (Erkrankung der Sängerin).
Bittet um Zusendung des Inhaltsverzeichnisses und des 1. Kapitels des Nijinsky-Buches.
Adolf soll an Fabers schreiben.
„Herr Sutér geht es schlecht – er wird wahrscheinlich sterben.“
→Am Mittwoch Fahrt nach Basel

  • Date
  • 20 Mar 1939

Genf, Dienstag (Karte)

„Ich war heute mittag bei Ans. zum Mittagessen eingeladen.“
Besuch bei [Ernest] Ansermet. Durchsicht der Partituren; u. a. „L’Œuvre“. „Die Musik ist ihm vollständig – neuartig – direkt fremdartig!“ KAH findet Ansermet besser als H. Albers [=Scherchen]. „Der ist überall (mit Recht verhaßt!)“ Ansermet zieht [Alban] Berg [Arnold] Schönberg vor; auch von [Paul] Hindemith sehr angetan. Ansermet versprach KAH zu schreiben. Das Warten ist zermürbend.
Absage, das Scherchen-Konzert am Mittwoch in Winterthur zu besuchen; dafür, ebenfalls am Mittwoch, Besuch eines Konzerts [Walter] Frey in Zürich; „(die führen mein „Lamento“ auf.). Frage nach dem Befinden von [Hans Ferdinand] Redlich, auch wann er kommt. „Es sind ja alle Arschlöcher. Sie hängen alle an ihrer alten Kunst.“
→Am Abend Fahrt nach Bern; morgen nach Zürich.
→Am 14. April (Donnerstag, abends ½ 10h) Ankunft in München.

Genf, Dienstag (Karte)

„Ich war heute mittag bei Ans. zum Mittagessen eingeladen.“
Besuch bei [Ernest] Ansermet. Durchsicht der Partituren; u. a. „L’Œuvre“. „Die Musik ist ihm vollständig – neuartig – direkt fremdartig!“ KAH findet Ansermet besser als H. Albers [=Scherchen]. „Der ist überall (mit Recht verhaßt!)“ Ansermet zieht [Alban] Berg [Arnold] Schönberg vor; auch von [Paul] Hindemith sehr angetan. Ansermet versprach KAH zu schreiben. Das Warten ist zermürbend.
Absage, das Scherchen-Konzert am Mittwoch in Winterthur zu besuchen; dafür, ebenfalls am Mittwoch, Besuch eines Konzerts [Walter] Frey in Zürich; „(die führen mein „Lamento“ auf.). Frage nach dem Befinden von [Hans Ferdinand] Redlich, auch wann er kommt. „Es sind ja alle Arschlöcher. Sie hängen alle an ihrer alten Kunst.“
→Am Abend Fahrt nach Bern; morgen nach Zürich.
→Am 14. April (Donnerstag, abends ½ 10h) Ankunft in München.

Genf (Karte)

„Schon wieder ein Tag in Genf.“ Depressiv. [Ernest] Ansermet kommt erst am Freitag. Frau Ansermet getroffen.

Zürich, Donnerstag (Karte)

„Ich war gestern in Zürich bei [Othmar] Schoeck-Konzert.“
Am Abend zuvor Besuch eines [Othmar] Schoeck-Konzerts. Langweilig. „Aber [Walter] Frey und Frau hat mich gesehen.“
Am Abend Opernbesuch (Werk eines lebenden deutschen [wohl opportunen] Komponisten).
Wiedersehen am 14. April, Donnerstag ½ 10 in München.

Zürich, Donnerstag (Karte)

„Ich war gestern in Zürich bei [Othmar] Schoeck-Konzert.“
Am Abend zuvor Besuch eines [Othmar] Schoeck-Konzerts. Langweilig. „Aber [Walter] Frey und Frau hat mich gesehen.“
Am Abend Opernbesuch (Werk eines lebenden deutschen [wohl opportunen] Komponisten).
Wiedersehen am 14. April, Donnerstag ½ 10 in München.

  • Date
  • 7 Apr 1938

Zürich, Freitag (Karte)

„Die Oper war gestern fürchterlich“
Hoffnung, daß er nun mit dem „Simpl“ in Zürich Fuß faßt.
→Am 14. April, Donnerstag abends ½ 10 in München.

Winterthur, Mittwoch (Karte): privat

„Heute fuhr ich nach Winterthur und fand Deine liebe Post vor.“
Depressive Stimmung. „Wie sehne ich mich nach Frieden“